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15.500 Behälter sind schon ausgeliefert

Im Januar geht es los: Landkreis Karlsruhe ist startklar für die getrennte Bioabfallsammlung

Im Januar beginnt im Landkreis Karlsruhe die getrennte Sammlung von Bioabfällen. 15.500 Biotonnen sind vor Weihnachten ausgeliefert worden.

Es kann losgehen: Die getrennte Bioabfallsammlung im Landkreis Karlsruhe startet im Januar. 15.500 Behälter sind noch vor Weihnachten an die Haushalte ausgeliefert worden, die sich für die Biotonne entschieden haben. Foto: Rake Hora

Nur eine richtig befüllte Biotonne ist eine gute Biotonne. Richtig befüllt ist sie, wenn sie nicht stinkt. Und wenn das, was drin ist, in Vergärungsanlagen zu Kompost oder Bioenergie verwandelt werden kann. Das ist das Ziel des Landkreises Karlsruhe, in dem von 4. Januar an der Bioabfall getrennt gesammelt werden soll.

75 Prozent aller Haushalte haben sich gemeldet

Die letzten Vorbereitungen laufen. Vor Weihnachten wurden 15.500 Biotonnen an die Haushalte ausgeliefert, die sich zum Stichtag Oktober dafür entschieden hatten. 3.000 weitere Behälter werden Anfang Februar verteilt.

Insgesamt wurden also 18.500 Tonnen geordert. 75 Prozent aller kontaktierten Haushalte haben sich laut Landrat Christoph Schnaudigel auf die Abfrage des Landkreises hin, wie sie künftig ihren Bioabfall entsorgen möchten, zurückgemeldet.

„Das ist ein guter Wert“, sagt Schnaudigel dieser Tage bei der Firma Kurz Entsorgung in Bruchsal, die mit der Leerung der Biotonnen beauftragt wurde. Die Verwaltung habe zwar mit 20.000 Tonnen gerechnet, aber dieser Wert könne nach der Praxiseinführung durchaus noch erreicht werden.

Neben der gebührenpflichtigen Biotonne gibt es nämlich auch das gebührenfreie Bringsystem und das Kompostieren im eigenen Garten. „Wenn ich dreimal mit dem Eimerle beim Recyclinghof war, überlegen sich bestimmt viele noch den Wechsel“, meint der Landrat.

Um den Bioabfall effektiv nutzen zu können, muss er sortenrein sein. „Wer die Biotonne mit Freude nutzt, macht das besser“, sagt Uwe Bartl, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Karlsruhe. Dafür seien nur einige wenige Grundregeln zu beachten, dass einem die Trennung nicht bald „stinke“.

Drei verschiedene Größen: Uwe Bartl, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Karlsruhe, präsentiert die drei Größen, in denen die Biotonnen für Privathaushalte erhältlich sind. Sie fassen 80, 120 oder 240 Liter. Foto: Judith Midinet-Horst

Wenn ich dreimal mit dem Eimerle beim Recyclinghof war, überlegen sich bestimmt viele noch den Wechsel.
Christoph Schnaudigel, Landrat

Sie müsse regelmäßig geleert werden, dürfe nicht in der prallen Sonne stehen und müsse eben richtig befüllt werden. „Was feucht ist, sollte man in Zeitung packen“, erklärt Bartl.

Müllfahrzeuge werden auf Herz und Niere geprüft

„Die Vorbereitungen für den Landkreis Karlsruhe laufen auf Hochtouren“, berichtet Peter Kurz, Inhaber und Geschäftsführer der Entsorgungsfirma. Aktuell würden Mitarbeiter geschult, EDV-Daten gepflegt und die fabrikneuen, eigens für die Sammlung der Bioabfälle im Landkreis Karlsruhe beschafften Müllfahrzeuge auf Herz und Nieren geprüft.

Großer Schlund: Eigens für die Sammlung der Bioabfälle im Landkreis Karlsruhe hat die Firma Kurz Entsorgung neue Müllfahrzeuge angeschafft. Foto: Judith Midinet-Horst

Wer die Biotonne mit Freude nutzt, macht das besser.
Uwe Bartl, Leiter Abfallwirtschaftsbetrieb

Die neuen Fahrzeuge sind besonders wendig und stecken voller technischer Details. Der Bordcomputer meldet zum Beispiel die Leerung jeder einzelnen Biotonne, ein Fahrassistent leitet die Müllwerker zu jeder Straße, in der eine Biotonne steht. Damit Service und Reklamationen einfacher und schneller bearbeitet werden können, ist jede Biotonne mit einem Mikrochip ausgestattet und dem jeweiligen Grundstück elektronisch zugeordnet.

Nach einer europaweiten Ausschreibung hat der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises das Abfuhrunternehmen Kurz mit den Leistungen rund um die Biotonne beauftragt. Im Landkreis ist das Unternehmen nicht ganz unbekannt, denn obwohl sich der Hauptsitz in Ludwigsburg befindet, bietet die Firma mit den Niederlassungen in Bruchsal und Karlsruhe schon seit Jahren den Kunden im Raum Karlsruhe die Abfallentsorgung und einen Containerdienst an. Insgesamt hat die Firma über 500 Mitarbeiter und mehr als 50 Jahre Erfahrung.

Keine Überschneidungen mit Leerung der Restmüll- und Wertstofftonne

Damit die Bioabfallsammlung auch im Landkreis Karlsruhe funktioniert, hat die Firma Kurz die Termine im Abfallkalender so geplant, dass sie sich nicht mit der Leerung der Restmüll- und Wertstofftonne überschneiden. Die Firma organisiert ebenfalls den anschließenden Weitertransport der Bioabfälle zu den Vergärungsanlagen und ist zudem für den sogenannten Behälterservice verantwortlich, der beispielsweise die Reparatur und Reinigung der Behälter umfasst.

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