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Petition überreicht

Jüdische Nachfahren wollen beim Bruchsaler Synagogen-Gelände mitreden

Sie alle haben Wurzeln in Bruchsal. Doch die Nationalsozialisten sorgten dafür, dass ihre Familien, wenn sie überlebten, heute in alle Welt verstreut leben. Bei der Gestaltung des Bruchsaler Synagogengelände wollen jüdische Angehörige nun mitwirken.

Feierlicher Moment: Günter Majewski hat stellvertretend für über 100 jüdische Angehörige mit Bruchsaler Wurzeln eine Petition zur Nachnutzung des Synagogengeländes an Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick überreicht. Foto: Ina Rau

Heute leben sie verstreut in alle Welt, in Europa, den USA, in Israel oder auch in Südamerika. 131 Menschen mit jüdischen Wurzeln in Bruchsal haben eine Bittschrift verfasst, die jetzt an Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick überreicht wurde. Es geht um die seit Jahren diskutierte Nachnutzung des alten Feuerwehrgeländes, auf dem sich – bis zu ihrer Zerstörung 1938 – die Synagoge befand.

1995 stand ich zum ersten Mal tief berührt am Grab meiner Urgroßeltern in Bruchsal.
Ulrike Schüler, ihre jüdische Familie stammt aus Bruchsal

„1995 stand ich zum ersten Mal tief berührt am Grab meiner Urgroßeltern in Bruchsal“, berichtet Ulrike Schüler. Sie ist eine von vier Petenten und hat den Kontakt zu vielen anderen Angehörigen hergestellt. Ihre eigenen Verwandten hießen Strauß, und die Naziherrschaft von 1933 bis 1945 hat dafür gesorgt, dass die Familie, so sie überlebte, heute in alle Welt verstreut ist. „Ich war überglücklich, dass es ein Grab gibt, das ich besuchen kann“, erklärte Schüler bei der Übergabe.

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