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Porträt einer ungewöhnlichen Leidenschaft

Filmemacher rücken Arbeit der Karlsdorfer Greifvogelstation ins Licht

Greifvögel sind eine große Leidenschaft von Hans-Jürgen Görze. Als Leiter der Greifvogelstation in Karlsdorf hat er schon Hunderte wieder aufgepäppelt und in die freie Wildbahn entlassen. Das Karlsruher Filmautoren-Ehepaar Doris und Cord von Restorff fängt diese besondere Leidenschaft derzeit für einen Film ein.

Prothese für Greifvögel: Hans-Jürgen Görze erklärt, wie er einem verletzten Vogel hilft, indem er eine neue Feder an die beschädigte mit Hilfe einer Stahlnadel klebt. Foto: Rake Hora

„Wenn der Rotmilan sich eine Schwanzfeder verletzt, kann er nicht mehr segeln und jagen”, erklärt Hans-Jürgen Görze und zeigt auf einige Feder-Exemplare in seiner Sammlung.

Wenn es ein verletzter Rotmilan in die Greifvogelstation nach Karlsdorf schafft, bekommt er eine Prothese. Görze befestigt in einem solchen Fall mit einer Stahlnadel und Klebstoff eine neue Feder an der abgebrochenen. „Diese Vögel sind Hochleistungsjäger, die brauchen ein Topgefieder. So können sie wieder fliegen und auf Nahrungssuche gehen”, sagt er. Ein Jahr später, wenn der Vogel längst wieder in die Freiheit entlassen ist, wachse während der Mauser eine neue gesunde Feder.

250 Patienten werden im Jahr aufgenommen

Seit 16 Jahren leitet Hans-Jürgen Görze die Greifvogelstation des baden-württembergischen Landesverbands des Deutschen Falkenordens (DFO), gemeinsam mit seinem Kollegen Rudolf Manz. Das Ziel war anfangs, im Jahr 100 verletzte Greifvögel oder hilflose Jungvögel aufzunehmen, zwischenzeitlich ist die Zahl der Patienten auf 250 angestiegen.

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