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Pornobilder der Tochter verschickt

Karlsdorf-Neuthard: Erzieherin wegen Missbrauchs angeklagt

Der Missbrauchsfall in Karlsdorf-Neuthard hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Eine Mutter soll ihre zwölfjährige Tochter missbraucht haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Anklage erhoben: Wegen schweren sexuellen Missbrauchs ihrer Tochter in mehreren Fällen hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe jetzt Anklage gegen eine 48-jährige Erzieherin aus Karlsdorf-Neuthard erhoben. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat jetzt Anklage gegen eine 48-jährige Erzieherin aus Karlsdorf-Neuthard wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Herstellung von Kinderpornografie in mehreren Fällen erhoben. Das teilte die Staatsanwaltschaft auf BNN-Anfrage mit. Die Frau soll ihre damals zwölfjährige Tochter missbraucht haben. Das Landgericht Karlsruhe muss nun über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden. Voraussichtlich wird es im Frühjahr zu einem Prozess kommen. Das Strafmaß bewegt sich zwischen sechs Monate und zehn Jahre.

Staatsanwaltschaft: Keine weiteren Opfer

Der Fall hatte nicht nur in Karlsdorf-Neuthard für Entsetzen gesorgt, denn die 48-Jährige war Erzieherin in einem Kindergarten im Ort. Die große Sorge, dass es noch weitere Opfer gab, hat sich laut Staatsanwaltschaft aber nicht bestätigt. Mitarbeiterinnen, Eltern und Kinder waren nach Bekanntwerden des Vorfalls psychologisch bei der Aufarbeitung begleitet worden.

Aufgeflogen ist die 48-Jährige Ende Juni, nachdem sie einem 43-Jährigen aus der Steiermark eine Nachricht mit pornografischen Inhalt zugeschickt haben soll, als der gerade von der Kriminalpolizei in Österreich vernommen wurde. Er soll die Mutter der Zwölfjährigen zuvor aufgefordert haben, pornografische Bilder zu schicken. Die Frau war daraufhin in Berlin festgenommen worden. Ihre Kinder kamen in staatliche Obhut. Aus der U-Haft war sie zwischenzeitlich entlassen worden. Die Sichtung des Datenmaterials gestaltete sich aufwändig.

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