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Wasserrettung in Notbesetzung

Keine normale Badesaison möglich: Öffnung des Forster Heidesees steht in Frage

Der überregional beliebte Heidesee in Forst kann nach aktuellem Stand in diesem Sommer nicht wie gewohnt öffnen. Ob und unter welchen Bedingungen Besucher wieder in den Badesee springen dürfen, hängt von der ausstehenden Entscheidung der Landesregierung ab.

Ob der Heidesee in Forst öffnen darf, steht noch nicht fest. Eine normale Badesaison mit Rutschen, Kleinkindbecken und Badeinseln wird durch die Corona- Krise nicht möglich sein. In Forst diskutiert man über eine Lösung, falls Badeseen im Sommer öffnen dürfen. Foto: Geier

Eigentlich startklar für die Badesaison

Der Forster Bürgermeister Bernd Killinger findet klare Worte in der Gemeinderatssitzung am Montagabend: „Wir sind nicht in der Lage, eine wie übliche Badesaison zu starten.“ Eigentlich wäre man in Forst startklar.  „Wir stehen mit der Heidesee-Saison eigentlich in den Startlöchern“, sagt Jürgen Hoffmann vom Sport- und Kulturamt der Gemeinde Forst.

Würde der Badesee wie gewohnt Anfang Juni öffnen, müssten nun die Verträge mit den Saisonkräften geschlossen werden. Falls eine Öffnung möglich ist, werden unter anderem Wasserretter, Kassenpersonal und Reinigungskräfte benötigt.

Wenn die Verträge nicht jetzt geschlossen werden, fehlt das Personal für den Badeseebetrieb. Der Heidesee könnte unter diesen Umständen nicht öffnen, so Hoffmann.

Wasserrettung nur in Notbesetzung möglich

Insbesondere die Wasserrettung stellt ein Problem dar. Die Wasserretter der DLRG haben bereits signalisiert, dass sie den Rettungsdienst nur in Notbesetzung und bei Rettungseinsätzen stellen

können. Viele der Wasserretter könnten noch nicht mit Sicherheit sagen, wann sie im Sommer für Einsätze verfügbar sind, so Bürgermeister Killinger.

Wird der Heidesee zur Badestelle?

In der Gemeinderatssitzung präsentiert die Verwaltung daher den Vorschlag einer „Badestelle“. Mit diesem Titel könnte am Heidesee die Tür geöffnet werden. Allerdings dürfte dann kein Eintritt verlangt werden, die Rutschen und das Kleinkindbecken würden geschlossen bleiben, und es wären keine Rettungskräfte vor Ort. Der Bürgermeister rät zu dieser Lösung: „Wenn der See öffnet, dann als Badestelle.“

Die Forster Gemeinderatssitzung fand bedingt durch die Einschränkungen der Corona-Krise im Alex-Huber-Forum statt. Hier kann der nötige Abstand zwischen den Teilnehmern eingehalten werden.

Bei 40 Grad kann man den Eintritt nicht verwehren.
Hedwig Prinz, CDU Forst

Mit dem Heidesee stößt Bürgermeister Bernd Killinger eine hitzige Diskussion im Forster Gemeinderat an. „Uns ist doch allen klar, dass das dann eine Großveranstaltung wäre. Eine Öffnung ist keine Option“, sagt Ulrike Wiedemann von den Freien Wählern. Falls eine Öffnung doch möglich werden sollte, müsse man allerdings reagieren. „Wenn andere Seen aufmachen, müssen wir auch aufmachen. Bei 40 Grad kann man den Eintritt nicht verwehren“, sagt Hedwig Prinz von der CDU.

Falls der Heidesee als Badestelle öffnet, bestehe immer noch das Problem der Kontrollen. Fest steht im Gemeinderat, dass es auch künftig Beschränkungen und strenge Hygieneregeln geben werde. Doch auch für eine eventuelle Einlasskontrolle oder für die Reinigung wäre Personal nötig.

Eine "kleine Lösung" für den Heidesee

Diskutiert wird auch eine Einlasskontrolle über den Verkauf von Jahreskarten oder durch Parkplatzgebühren sowie darüber, den See nur für Spaziergänger zu öffnen.

Zu einer klaren Lösung ist der Gemeinderat bisher nicht gekommen. Die vorgeschlagene Lösung der „Badestelle“ wurde zunächst abgelehnt. Stattdessen einigt sich der Rat auf eine „kleine Lösung“. Konsens herrscht bei den Wasserattraktionen wie den Rutschen und dem Kleinkindbecken; diese müssten geschlossen bleiben. Zudem müsse ohne Rettungsdienst geplant werden und eine Einlasskontrolle gegeben sein.

Ob beispielsweise Eintritt verlangt wird, soll weiter diskutiert werden. Dieser Beschluss wurde mit zwei Enthaltungen vom Gemeinderat gefasst.

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