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Corona-Krise verschlimmert Situation

Angst führt in die Isolation: Mann aus Kraichtal leidet unter sozialer Phobie

Als erwachsener Mann grillt Timo S. aus Kraichtal das erste Mal mit mehreren Menschen. Der 53-Jährige leidet an sozialer Phobie. Die Corona-Beschränkungen verschlimmern sein Leiden.

Kinder und Jugendliche tragen die Isolation oft ins Erwachsenenalter: Betroffene von sozialer Phobie erleben erste Anzeichen der Angststörung häufig schon in jungen Jahren. Foto: Ramesh Amruth epd

Eine wichtige Erkenntnis für Timo S.: Die Katastrophenszenarien, die er sich in seinem Kopf ausmalt, treten nicht ein. Der 53-Jährige aus Kraichtal leidet an sozialer Phobie. Er hat Angst vor Smalltalk, Telefonaten und Interaktionen mit Anderen. Seine Identität möchte er daher lieber schützen, seinen echten Namen bittet er, zu verändern.

Timo S. habe gelernt, besser mit sozialen Situationen umzugehen und sich nicht zurückzuziehen – selbst wenn Teile seiner Schreckensszenarien Realität wurden. „Wichtig war es, mich mit der Angst zu konfrontieren“, sagt er im Nachhinein.

Das soziale Leben ist im Lockdown ein anderes: Kontakte sollen minimiert werden, persönliche Begegnungen finden kaum noch statt. Auch die Treffen der Selbsthilfegruppe in Bruchsal, die Timo S. mitgründete, müssen ausfallen. „Da viele von uns kaum Freunde haben, ist der Kontakt alleine schon wichtig, um der Einsamkeit zu entkommen“, sagt er.

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