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Vorstellung im Live-Stream

Bei der Bürgermeisterwahl in Kraichtal stehen sieben Kandidaten auf dem Stimmzettel

Jede Menge Auswahl gibt es bei der Bürgermeisterwahl in Kraichtal. Sechs Männer und eine Frau wollen auf den Chefsessel der Stadt. Alle Bewerbungen sind offiziell zugelassen. Im Wahlausschuss gab es am Rosenmontagabend keine Überraschungen, auch wenn ein Kandidat aus der Reihe fällt.

Wer wird neuer Chef im Rathaus Kraichtal? Für die Bürgermeisterwahl am 14. März stehen nun die Bewerber fest. Am Rosenmontag tagte abends der Gemeindewahlausschuss. Foto: Martin Heintzen

Die Bürger von Kraichtal haben eine stattliche Auswahl, wenn am 14. März ein neuer Stadtchef gewählt wird. Sieben Kandidaten stehen dann auf dem Stimmzettel. Der fünfköpfige Wahlausschuss ließ bei seiner Sitzung am Abend des Rosenmontags alle bislang bekannten Aspiranten dank korrekter Unterlagen zu, erklärte Kraichtals Sprecherin Sonja Kientsch.

Bis zum Bewerbungsschluss am Montag um 18 Uhr gab es keine ernsthafte oder närrische Kandidatur zusätzlich. Auf dem Stimmzettel finden die Wähler damit sechs Männer und eine Frau. Und zwar, nach dem zeitlichen Eingang der Bewerbung, in dieser Reihenfolge :

Tobias Borho, 28 Jahre alter Verwaltungswirt aus Kraichtal

Tobias Borho ist der erste Bürgermeisterkandidat in Kraichtal. Am 14. März wird dort gewählt. Foto: Amelie Borho

(SPD); Lucien Kacsányi, 41-jähriger Betriebswirt aus Kraichtal,

Bürgermeisterkandidat: Lucien Kacsányi aus Menzingen will Verwaltungschef in Kraichtal werden. Foto: Katrin Kacsányi

(FWV); Jonas Lindner, 30 Jahre alter Polizeikommissar aus Stutensee (CDU),

Auf den Chefsessel von Kraichtal möchte Jonas Lindner. Foto: Fabio Jock

Susanne Lindacker, 57, Bauingenieurin aus Bretten, (Grüne),

Susanne Lindacker tritt bei der Bürgermeisterwahl am 14. März an. Foto: Sabine Gärtner

Michael Fischer, 53, Bäcker und Kaufmann aus Schwaigern (trat im Januar aus der AfD aus),

Michael Fischer Foto: Michael Fischer

Thomas Kurz, 46 Jahre alt, Maler und Lackierer aus Pfaffenhofen,

Thomas Kurz aus Pfaffenhofen: Der 46-Jährige bewirbt sich auf den Posten des Bürgermeisters in Kraichtal. Foto: Photostudio Haas Güglingen

und Samuel Speitelsbach, 34, Ingenieur aus Ravenstein

Kraichtaler wählen Bürgermeister und Landtag am 14. März

Die Bürgermeisterwahl läuft am selben Tag wie die Landtagswahl von Baden-Württemberg. Der amtierende Bürgermeister Ulrich Hintermayer (CDU) tritt nach 16 Jahren Amtszeit nicht mehr an und fungiert als Vorsitzender des Wahlausschusses. Sollte am 14. März keiner der Bewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, kommt es am 28. März zu einem zweiten Wahlgang.

Dann reicht die einfache Mehrheit für den Sieg. Es könnten beim zweiten Wahlgang alle Kandidaten wieder antreten und sogar neue hinzukommen. Der Kraichtaler Kandidat Samuel Speitelsbach ist ein Dauerbewerber in Baden-Württemberg. Er tritt in sieben Gemeinden gleichzeitig an.

Kandidatenvorstellung per Live-Stream

Auch in Corona-Zeiten gibt es eine offizielle Veranstaltung zur Bürgermeisterwahl. Die Stadt Kraichtal organisiert am Freitag, 26. Februar, um 19.30 Uhr, eine Kandidatenvorstellung per Live-Stream, die auf einem YouTube-Kanal übertragen wird. Daran können alle Bewerber teilnehmen, aber Saalpublikum oder Gäste sind nicht zugelassen. Auch das entschied der Wahlausschuss. Der Ort des von Ulrich Hintermayer moderierten virtuellen Schlagabtauschs steht noch nicht fest, der grundsätzliche Ablauf dagegen schon.

Die sieben Bewerber dürfen sich selbst zehn Minuten lang vorstellen. Danach sollen Bürgerfragen beantwortet werden, wobei jeder Wahlberechtigte maximal zwei Fragen stellen darf. Die Fragen sollen vorher der Stadtverwaltung mitgeteilt werden. Auch am Abend selbst gebe es die Möglichkeit, sich per Mail einzubringen, sagt Sonja Kientsch. Die Stadtverwaltung werde, falls nötig, Fragen bündeln und auf angemessene Antwort- und Gesamtzeiten achten. Ulrich Hintermayer und sein Team betreten dennoch Neuland bei der Kandidatenvorstellung per Live-Stream.

Ulrich Hintermayer kam mit 29,9 Prozent ins Amt

Die Bürgermeisterwahl vor acht Jahren in Kraichtal entschied Ulrich Hintermayer mit 54,8 Prozent im ersten Wahlgang für sich. Er hatte drei Mitbewerber, die Wahlbeteiligung betrug 55,6 Prozent. Als Hintermayer 2005 zum ersten Mal auf den Chefsessel gelangte, war die Bewerberfülle noch größer als diesmal.

Damals gab es zehn Kandidaten im ersten Wahlgang – und keiner erreiche eine absolute Mehrheit. Zum zweiten Wahlgang traten noch einmal sechs Leute an, die Zustimmung verteilte sich deshalb stark. Ulrich Hintermayer siegte mit einem Anteil von 29,9 Prozent der Stimmen.

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