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Herbstzeit ist Kürbiszeit

Frau aus Oberacker baut Kürbis-Sorten an: Beere mit vielseitiger Verwendbarkeit

Es gibt so viele Kürbis-Arten wie Rezepte. Dabei kann die „Panzerbeere“ nicht nur kulinarisch genutzt werden, sondern auch als Halloween-Zeichen oder als Zierde in der Wohnung.

Kürbisse auf dem Wagen: Carmen Schäufele richtet Hokkaido, Butter-Nuss, Spaghetti, Halloween und diverse Zierkürbisse für den Verkauf. Auch Kalebassen gibt es bei ihr aus eigenem Anbau. Foto: Martin Stock

Herbstzeit ist auch Kürbiszeit. In der Dunkelheit leuchtet vor so manchem Hauseingang flackernder Kerzenschein aus den hohlen Augen in den Kürbis geschnitzt. Auf dem Wagen von Carmen Schäufele in Oberacker glänzen die Kürbisse in kräftigen Farben und ganz unterschiedlicher Größe in der Sonne. Übrigens, die Kürbisse sind botanisch gesehen Beeren, die größten Beeren in der Natur. Durch ihre harte Haut nennt man sie auch Panzerbeeren.

Carmen Schäufele baut sie alle selbst an auf dem Acker am Rand des Dorfes. „Man muss die Samen vorziehen in Pflanzschalen und kann sie nach den Eisheiligen aufs Feld setzen“, sagt die Kürbisgärtnerin. „Dann wässert man sie ausgiebig und lässt sie sich dann gut entwickeln im Laufe der nächsten drei bis vier Monate, die sie zum Reifen brauchen. Sie lieben die Sonnenwärme auf dem freien Feld.“ Wenn die Stiele trocken werden, dann sind die Kürbisse reif. Man kann auch die „Klopfprobe“ machen: „Klingt der Kürbis fest und hohl, ist das ein Zeichen, dass man ihn holen soll.“

Statt Dorfmarkt jetzt Wagen mit Kasse daneben

Bisher hat Schäufele die Früchte auf dem historischen Dorfmarkt in Oberacker einer interessierten Käuferschar präsentiert. Dies musste zu ihrem Bedauern heuer ausfallen. Jetzt hat sie den geschmückten Wagen vor ihrem Haus stehen mit einer Kasse daneben. Die Auswahl ist groß. Die Farben stechen ins Auge. Da leuchten rot-orange die festen runden Hokkaido zwischen grünen Zierkürbissen. Dahinter die großen schweren „Halloween“, für die „Geister-Köpfe“ in der Nacht; kräftig gelbe Spaghetti-Kürbisse und blasse Butter-Nuss.

Für Carmen Schäufele ist der beste Speisekürbis der hellbraune Muskat. Der Kürbis sei eine „Allround-Frucht“, sagt sie. Man könne ihn kochen, braten, eine Suppe daraus zubereiten oder ein Chutney, ihn für Aufläufe verwenden und sogar Kuchen backen - „Kürbis und Apfel, sehr lecker!“ Und nicht zuletzt könne man ihn sauer einlegen und konservieren. „Dann hat man den ganzen Winter etwas davon.“ Auch die Kürbiskerne sind gut zu essen und getrocknet eine beliebte Knabberei am Abend wie Nüsse. Es gibt Dutzende oder gar Hunderte von Rezepten und Tipps für den Kürbis. In den Landfrauengruppen gibt es wahre Expertinnen dafür. Selbst gewisse Zierkürbisse kann man nach deren Verwendung als Dekoration in der Mikrowelle garen. „Mit einer kräftigen Füllung schmecken sie hervorragend“, sagt Schäufele.

Kürbisfest soll im kleinen Rahmen stattfinden

Kürbisse sind auch mit Traditionen verbunden. Eine davon ist das Kürbisfest im Kleintierpark Mingolsheim, das der Förderverein jedes Jahr veranstaltet. Dieses Jahr allerdings wird es, wenn überhaupt, nur in kleinem Umfang stattfinden. Geplanter Termin ist Samstag, 24. Oktober ab 15 Uhr - natürlich unter den entsprechenden Vorgaben zum Schutz vor Corona. Das gemeinsame Kürbisschnitzen wird allerdings auf keinen Fall möglich sein. „Man kann sich aber nach vorheriger persönlicher Anmeldung und gegen einen geringen Geldbetrag in der Hubertusklause am Samstag einen Kürbis und ein Schnitz-Set nach Hause holen, um eine gelb leuchtende Kürbis-Laterne zu basteln“, sagt Jutta Vetter vom Förderverein.

Service



Informationen über die Form des Kürbisfestes und ob es überhaupt stattfindet, gibt es auf der Website www.kleintierpark-mingolsheim.com/hubertusklause

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