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Gemeinderatsbeschluss

Kraichtal soll mehr Kita-Plätze bekommen

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sollen neue Kitaplätze geschaffen werden. Jetzt hat der Gemeinderat den Weg dafür frei gemacht.

Keine leichte Aufgabe: In Kraichtal fehlt es an Kita-Plätzen. Jetzt hat der Gemeinderat eine Aufstockung beschlossen. Foto: Monika Skolimowska picture alliance/dpa

Mit Freude nehme die Grünen-Fraktion zur Kenntnis, dass die Schaffung von Kindergartenplätzen in Kraichtal zur Chefsache geworden sei, sagte Rudi Schmiederer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Mit einer Anzeige wird derzeit nach geeigneten Räumen für die Einrichtung einer Tiger-Gruppe gesucht.

Um dem steigenden Bedarf in Unteröwisheim insbesondere an Ganztagsplätzen gerecht zu werden, ist die Verwaltung dabei, sich über mögliche Container-Lösungen zu informieren.

Das FAM Kita & Familienzentrum aus Bretten bietet aktuell zwei Gruppen (verlängerte Öffnungszeiten und Ganztag im Bereich bis sechs Jahren) in einer Container-Lösung an. Nach einer Besichtigung wurde festgestellt, dass diese Möglichkeit durchaus für Kraichtal geeignet wäre und weiter verfolgt wird.

Eine kurzfristige Lösung für das Kindergartenjahr 2022/23 wäre, die Wohnung vor dem Kindergarten St. Martin in Münzesheim zu sanieren und dort eine Gruppe für eine bestimmte Zeit (ungefähr drei Jahre) einzurichten.

Kindergartenplätze in Kraichtal: Verwaltung spricht mit Kirchengemeinde

Die Verwaltung sei aktuell mit der Kirchgengemeinde im Gespräch, ob diese Gruppe dem Martinskindergarten zugezählt oder ob die Stadt Kraichtal die Trägerschaft übernehmen würde. „Da wir dringenden Handlungsbedarf haben, sollte diese kostengünstige und schnelle Möglichkeit, weitere Kindergartenplätze zu schaffen, jetzt kurzfristig umgesetzt werden“, so Borho.

Hannelore Wick (SPD) regte an, Synergieeffekte zu nutzen und die neue Gruppe dem Kindergarten anzuschließen. Dadurch würden auch Kosten, etwa für die Leitung, entfallen oder zumindest reduziert.

Außerdem, so Wick, solle die Verwaltung prüfen, ob statt der vorgesehenen Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit eine Ganztagsgruppe eingerichtet werden könne. Borho sagte die Prüfung zu, gab aber zu bedenken, dass dies unter Umständen weniger Plätze zur Folge hätte. „Und Plätze sind das, was wir gerade am dringendsten brauchen“. Die einmaligen Investitionskosten für die kurzfristige Lösung betragen rund 50.000 Euro, für Sachmittel fallen nochmal 20.000 Euro an.

Kommt ein Streuobstwiesenkindergarten nach Gochsheim?

Clarissa Wild vom Verein Naturglück stellte das Konzept eines Streuobstwiesenkindergartens in Gochsheim vor. Das Vorhaben habe noch einige Hürden zu meistern. Das Grundstück beim Hof am Seeberg habe weder Wasser- noch Stromanschluss. Sollte dies eine Voraussetzung für die Genehmigung sein, müsste man sich nach einem anderen Grundstück umschauen, so Wild.

„Nach Gesprächen mit Vertretern des Christlichen Vereins junger Menschen wäre es denkbar, einen Waldkindergarten im Raum Münzesheim einzurichten“, nennt Borho eine weitere Möglichkeit zur Schaffung dringend benötigter Plätze. Der Gemeinderat nahm die Vorschläge wohlwollend zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung damit, weitere Schritte zu unternehmen und genehmigte das Geld zur Einrichtung der neuen Gruppe in Münzesheim.

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