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Dauerbewerber in Baden-Württemberg

Samuel Speitelsbach ist der fünfte Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Kraichtal

Für die Bürgermeisterwahl in Kraichtal hat sich ein fünfter Kandidat gemeldet. Er ist in Baden-Württemberg als Dauerbewerber sowie durch sehr befremdliche und rechte Äußerungen aufgefallen.

Im Rathaus Kraichtal wird der Chefsessel frei. Für die Bürgermeisterwahl am 14. März hat sich ein fünfter Kandidat gemeldet. Foto: Monika Eisele

Für die Bürgermeisterwahl am 14. März in Kraichtal hat sich ein fünfter Kandidat gemeldet. Bei der Stadtverwaltung ging die Bewerbung von Samuel Speitelsbach aus Ravenstein im Neckar-Odenwald-Kreis ein. Der 34-Jährige ist ein Dauerbewerber bei baden-württembergischen Bürgermeisterwahlen. Er trat 2019 und 2020 unter anderem in Baiersbronn und Adelsheim an.

Vor neun Monaten erzielte er in der Kraichgaustadt Neckarbischofsheim 0,5 Prozent. Dort fiel er mit befremdlichen Äußerungen auf, die im Jahr 2019 mit rechten Parolen und Provokationen verbunden waren. Speitelsbach wollte 2019 für ein „Bündnis19/Die Braunen“ in Ettlingen antreten.

Der Wahlausschuss wies seine Kandidatur zurück, unter anderem fehlten ihm die 50 Unterstützungsunterschriften. Im Wahlkampf von Baiersbronn 2019 weigerte sich Amtsinhaber Michael Ruf, in Kandidatenvorstellungen mit Speitelsbach aufzutreten. In einem Wahl-Flyer hatte dieser etwa Eva Braun als einzigen Gott und Adolf Hitler als seinen Propheten dargestellt, berichteten damals die BNN.

Vor einem Jahr wurde Speitelsbach bei der Kandidatenvorstellung in Weinsberg aus dem Saal verwiesen, nachdem er 700 Zuhörer mit Beleidigungen und Provokationen bedacht hatte. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat im Dezember Speitelsbach per Bescheid und später öffentlich mitgeteilt, dass er das Versicherungsgeschäft wegen fehlender Genehmigung nicht mehr betreiben darf.

Beworben in Kraichtal haben sich außerdem bislang Tobias Borho (SPD) aus Bruchsal, Lucien Kacsányi (Freie-Wähler-Vereinigung) aus Kraichtal, Jonas Lindner (CDU) aus Stutensee und Susanne Lindacker aus Bretten, die den Grünen angehört.

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