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Bürgermeisterwahl am 14. März

Schon zwei Bewerber für Kraichtaler Bürgermeisterposten

Zwei Bewerber gibt es schon für das frei werdende Bürgermeisteramt in Kraichtal. Tobias Borho aus Bruchsal gab als erster seine Unterlagen ab. Außerdem bewarb sich Lucien Kacsányi aus Kraichtal.

Das Rathaus in Kraichtal-Münzesheim. Dort wird der Chefsessel frei. Parallel zur Landtagswahl am 14. März ist die Bürgermeisterwahl. Foto: Monika Eisele

Tobias Borho heißt der erste Bewerber für die Bürgermeisterwahl in Kraichtal. Er war am schnellsten mit seiner bereits im November angekündigten Kandidatur, am Montagmorgen lagen seine Unterlagen im Münzesheimer Rathaus vor.

Am 14. März wird Kraichtals neuer Chef oder neue Chefin gewählt. Ein zweiter Kandidat, Lucien Kacsányi, hat ebenfalls seine Unterlagen am Montag abgegeben. Amtsinhaber Ulrich Hintermayer (CDU) tritt nicht mehr an.

SPD-Mitglied, aber unabhängiger Bewerber: Tobias Borho

Tobias Borho ist 27 Jahre alt und stellvertretender Geschäftsführer beim Job-Center für den Kreis Karlsruhe. Er hat nach dem Realschulabschluss in Bruchsal eine Verwaltungsausbildung bei der Stadt Karlsruhe gemacht und die Hochschulreife berufsbegleitend erworben sowie an der Hochschule Kehl studiert.

Tobias Borho ist der erste Bürgermeisterkandidat in Kraichtal. Am 14. März wird dort gewählt. Foto: Amelie Borho

Politisch war er bisher bei den Jusos und der SPD in seinem Wohnort Bruchsal sowie im Landkreis aktiv. Der Sozialdemokrat tritt als unabhängiger Bewerber an und hat angekündigt, mit allen Kraichtaler Gemeinderatsfraktionen zu sprechen. Borho ist verheiratet, begeisterter Sänger und auch in der Deutschen Chorjugend engagiert.

Sein Wahlprogramm, das er auf einer Homepage veröffentlicht hat, ist überschrieben mit „Kraichtal Zusammen Führen“. Umsetzen möchte Borho mehr Verkehrsentlastung und Naturschutz sowie Förderung von Vereinen. Bessere örtliche Einkaufsmöglichkeiten und ein Ärztehaus stehen ebenso im Programm wie die Entwicklung von Gewerbegebieten und mehr Einsatz für sanften Tourismus.

Bei den Freien Wählern aktiv: Lucien Kacsányi

Seine Bewerbung landete am Montagnachmittag im Rathausbriefkasten: Lucien Kacsányi aus Kraichtal-Menzingen hat seine Kandidatur damit offiziell gemacht. Er ist 41 Jahre alt und Betriebswirt. Beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist er in der Verwaltung tätig. Kacsányi wurde in Leipzig geboren und wuchs außerdem in Budapest auf. In Pfinztal besuchte er die Grund- und Realschule, am Technischen Gymnasium in Karlsruhe legte er 1999 das Abitur ab.

Bürgermeisterkandidat: Lucien Kacsányi aus Menzingen will Verwaltungschef in Kraichtal werden. Foto: Katrin Kacsányi

Nach vier Jahren als Zeitsoldat bei der Bundeswehr studierte er an der Berufsakademie und war bei großen Unternehmen der Lebensmittelbranche tätig. Seit zwölf Jahren leben er und seine Frau in Menzingen. Das Paar hat zwei Kinder. Kacsányi – der ungarische Name spricht sich „Katschani“ aus – ist Mitglied der Freien Wähler der Stadt und hat zuletzt für den Gemeinderat Kraichtal kandidiert.

Er ist auf alle Gemeinderatsfraktionen für Gespräche zugegangen. Eine gute Betreuung in Kindergärten und Schulen sowie Wohnraum für Familien liegen ihm am Herzen. Außerdem findet er, dass manches in Kraichtal mit „Wachrütteln“ angegangen werden müsse. Beispielweise in Sachen Verkehrsbelastung, Mobilität, Mobilfunk und Breitbandausbau.

Landtag und Bürgermeister werden am 14. März bestimmt

Am 31. Dezember begann die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl. Bis zum 15. Februar, dem Rosenmontag, können sich weitere Kandidaten melden. Die Wahl selbst findet am selben Tag statt wie die Landtagswahl von Baden-Württemberg, am 14. März.

Sollte dann keiner der Bewerber mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen erhalten, kommt es am 28. März, dem Palmsonntag, zur zweiten Runde. Der aktuelle Amtsinhaber Ulrich Hintermayer wurde 2005 zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt. Seine zweite Amtsperiode trat er 2013 an.

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