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Bürgermeister will Anwohner entlasten

Umbau im Rekordtempo: Verkehrsknoten bei Kraichtal-Gochsheim sind fertig

Ein Umbau im Rekordtempo: Drei Wochen vor dem eigentlichen Plan sind neue Verkehrsknoten am Kraichtaler Stadtteil Gochsheim fertig geworden. Die Bauarbeiter haben zahlreiche Mängel an der ursprünglichen Strecke entschärft.

Ende der Absperrung: Ansgar Mayr, Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder, Verkehrsstaatssekretärin Elke Zimmer, Christian Jung und Bürgermeister Tobias Borho (von links) zerschneiden das Band. Foto: Monika Eisele

Drei Wochen früher als geplant, sind die komplett neu gebauten Verkehrsknoten in Gochsheim an der L554/L554a sowie an der L618 für den Verkehr freigegeben worden.

Zur feierlichen Eröffnung hat Bürgermeister Tobias Borho (SPD) die Verkehrsstaatssekretärin Elke Zimmer (Grüne), Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder (CDU), Gemeinderäte, Bürger und nicht zuletzt Vertreter der Baufirma begrüßt.

„Vor der Umbaumaßnahme gab es erhebliche Sicherheitsdefizite in Form von beengten Straßenverhältnissen, starkem Längsgefälle und ausgeprägten Fahrbahnschäden“, erinnerte Regierungspräsidentin Felder an die Ausgangslage.

Nicht genug damit: „Die Fahrbahnbreite war nicht konstant und es lagen entwässerungsschwache Teilstücke vor. Die Verkehrsführung war für die Verkehrsteilnehmer teils nur schwer begreiflich und die abknickende Vorfahrtsregelung ohne ausreichendes Sichtfeld zudem sehr verkehrsgefährdend. Für Fußgänger und insbesondere Schüler fehlten sichere Querungsmöglichkeit sowie die Anbindung der Bushaltestellen an die Gehwege“, so Felder.

Vor der Umbaumaßnahme gab es erhebliche Sicherheitsdefizite in Form von beengten Straßenverhältnissen, starkem Längsgefälle und ausgeprägten Fahrbahnschäden.
Sylvia M. Felder, Regierungspräsidentin

Nun seien beide Knotenpunkte neu geordnet, übersichtliche und damit deutlich sicherer für alle Verkehrsteilnehmer. Die Haupt- und Riegelgartenstraße seien zudem mit der L618 verknüpft und aus dem Knotenpunkt L554/L554a/Immenstraße wurde ein Minikreisel, Engstellen wurden beseitigt, das Längsgefälle entschärft.

Und: Vier Zebrastreifen am Kreisel, eine Straßenquerung, barrierefreie Wartebereiche an den Bushaltestellen sowie ein Gehweg entlang der Straße wurden gebaut. Was noch fehlt, sind die Befestigungen der Straßenränder und Pflanzungen.

„Wirklich gut gefallen mir die Lösswände“, sagt Verkehrsstaatssekretärin Zimmer. „Die sind nicht nur typisch für den Kraichgau und sehen toll aus. Sie bieten außerdem vielen Insekten und Kleinlebewesen einen dringend notwendigen Lebensraum, der durch die Auswahl der Pflanzungen sinnvoll ergänzt werden wird.“

Spezieller Asphalt soll den Verkehrslärm reduzieren

Ganz wichtig sei ihr die erhöhte Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, so Zimmer. Das Land arbeite an einer sogenannten Vision Zero, mit der die Zahl der Verkehrsopfer reduziert werden soll.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde die Fahrbahndecke der Vorstadtstraße mit einer speziellen Asphaltdecke saniert, die künftig Lärm mindern soll. „Sicher eine Entlastung für die Anwohner. Es sind nur zwei bis drei Dezibel weniger, aber es wird hörbar leiser werden“, sagt Zimmer.

Bürgermeister will Verkehr aus Kraichtals Ortsgemeinden herausbekommen

Nach Wochen der Belastung durch den Bau freut sich auch Bürgermeister Borho nun über eine Entlastung der Anwohner, macht aber auch deutlich, dass es damit noch nicht getan sei. Die Forderung nach Entlastungen aller Kraichtaler Verkehrsstraßen werde weiter ein dringendes Anliegen der Stadt bleiben.

„Täglich fahren an die 18.000 Fahrzeuge durch die Kraichtaler Orte, davon viel Ausweichverkehr von den Autobahnen. Unsere Straßen sind mehr als eine Verbindung zwischen zwei Industriezentren. Es sind Verbindungen zwischen den Einwohnern unsere Orte, zwischen Arzt und Patient, zwischen Schüler und Schulen“, so Borho.

Etwa 2,2 Millionen Euro haben die Bauarbeiten gekostet, „Steuergelder, die als Investition zurück an die Bürger fließen“, so Felder. Die Kosten werden vom Land und der Stadt getragen. Kraichtal investiert rund 470.000 Euro für die Straßenbeleuchtung, die innerörtlichen Gehwege sowie für Leitungsarbeiten.

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