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Handball European League

Warum bei den Rhein-Neckar Löwen am Dienstag die Stunde der Ersatzspieler schlägt

Das gibt es selten: Für die Rhein-Neckar Löwen geht es am Dienstag sportlich um nichts. Und doch ist das Spiel in der European League gegen Kristianstad für manch einen Löwen sehr wichtig.

Arnor Oskarsson von den Rhein-Neckar Löwen hält den Ball in der Hand beim Spiel der Löwen in der European League gegen Benfica Lissabon in Heidelberg.
Arnor Oskarsson kam bei den Rhein-Neckar Löwen bislang kaum zum Zug. Am Dienstag dürfte der Isländer in der European League mehr Einsatzzeit erhalten. Foto: Oliver Zimmermann/imago images

Die Ausgangslage ist besonders und wird in dieser Saison voraussichtlich einmalig bleiben: Für die Handballer der Rhein-Neckar Löwen ist das Heimspiel gegen IFK Kristianstad an diesem Dienstag (20.45 Uhr/Dyn) in sportlicher Hinsicht bedeutungslos.

Nachdem die Löwen die ersten vier Gruppenspiele allesamt gewonnen haben, sind sie bereits für die Hauptrunde der European League qualifiziert. In diese werden – ähnlich wie bei einer WM oder EM – die Punkte mitgenommen, die gegen den anderen Hauptrunden-Teilnehmer aus derselben Gruppe geholt wurden. Die Schweden aus Kristianstad haben als punktloser Tabellenletzter allerdings keine Chance mehr aufs Weiterkommen.

Das gibt Trainer Sebastian Hinze die Gelegenheit, Akteure aus der zweiten Reihe aufzubieten. Bislang kamen diese trotz des eng getakteten Terminplans nur selten zum Zuge. Das gilt unter anderem für Arnor Oskarsson.

Isländer Oskarsson darf sich zeigen

Der Isländer schmorte seit seinem Wechsel von Valur Reykjavík im Sommer in aller Regel auf der Ersatzbank und kam nur punktuell zu Kurzeinsätzen. In der Bundesliga stehen für den 23-Jährigen bislang drei Tore zu Buche, auf europäischem Parkett erzielte er vergangene Woche beim Heimsieg gegen Benfica Lissabon (39:30) seine ersten beiden Treffer.

Am Dienstag wird er im Heidelberger SNP Dome voraussichtlich so viel Spielzeit erhalten wie noch nie in dieser Saison. Zugute dürfte dem Linkshänder dabei seine Flexibilität kommen. Oskarsson kann in der Mitte, im rechten Rückraum und auf der rechten Außenposition spielen. Nach seiner Ankunft im Sommer musste er sich nicht nur in Bezug auf das Wetter anpassen, sondern auch hinsichtlich des hohen Spielniveaus.

Von daher kommt Oskarsson, aber auch anderen Reservisten die Partie gegen den schwächsten Gruppengegner gerade recht. Anschließend müssen diese sehr wahrscheinlich wieder ins zweite Glied zurücktreten.

HSV Hamburg und HBC Nantes sind die nächsten Gegner

Am Samstag in der Bundesliga und drei Tage später beim Gruppenfinale in der European League warten mit dem HSV Hamburg und dem HBC Nantes nämlich andere Kaliber. Gegen die Franzosen, die aller Voraussicht nach ebenfalls die Gruppenphase überstehen werden, geht es dann darum, ob die Löwen zwei oder vier Punkte mit in die Hauptrunde nehmen.

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