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Freizeit-Anlage „GypSea“

Am Kronauer Baggersee sorgt eine neue Pächterin für Südsee-Feeling

GypSea soll die neue Anlage heißen: Julia Dickgießer will den Kronauer Baggersee zu einer attraktiven Event-Location umgestalten. Sie selbst ist in der Welt herumgekommen.

Julia Dickgießer ist die neue Chefin am See. Sie hat noch viele Ideen, um die Anlage attraktiver zu machen. Foto: Petra Steinmann-Plücker

Wer mit dem Auto auf der L555 von Südosten kommend kurz vor der Autobahnauffahrt rechts abbiegt, der Straße „Am Gemeindewald“ auf Kronauer Gemarkung und dann dem Hinweis Badesee folgt, der landet – in einer anderen Welt.

Einer mit der Leichtigkeit der Südsee, mit Strandflair und Urlaubsfeeling. Einer Welt, die Julia Dickgießer innerhalb von wenigen Monaten geschaffen und „GypSea“ genannt hat. Zum 1. Januar hat das „Kronauer Mädel“, wie sie sich selbst beschreibt, als Pächterin die Kronauer Freizeitanlage Lußhardtsee übernommen.

Sie sei mit einem „völlig neuen Konzept an den Start“ gegangen, „das viele Naherholungssuchende ansprechen dürfte“, erklärt Hauptamtsleiter Armin Einsele. „Aus einem ‚Standard-Badesee mit Kioskbetrieb‘ wurde ein neues, sehr innovatives Freizeitangebot“, beschreibt er das Konzept, auf dessen Basis „GypSea“ nun am 3. Juni seine Tore öffnete.

14 Jahre lang war Julia Dickgießer weg von ihrer Heimat, lebte in Berlin und Köln, arbeitete dort im Management verschiedener Großkonzerne, um dann für eineinhalb Jahre mit dem Camper durch Europa und Nordafrika zu reisen. Weil sie irgendwann „doch ein bisschen sesshafter werden“ wollte, kam sie zurück nach Kronau, baute sich als Hochzeits- und Trauerrednerin eine neue Grundlage auf und nahm die Herausforderung Lußhardtsee an, als sie sich ihr bot.

Baggersee mit Mehrwert

Hier habe sie die Chance, „all ihre Leidenschaften wie Gastronomie, Sport, Events, Vanlife und Menschen zusammenzuführen, um den heimischen Badesee in einen Ort mit echtem Mehrwert zu verwandeln“, schreibt die 39-Jährige auf ihrem Instagram-Blog. Sie wolle „alles ein wenig anders machen“, erklärt sie.

An der Strandbar, die im Übrigen wie alles andere von ihr und ihrem Team selbst gebaut ist, werden Getränke von regionalen und kleinen Lieferanten angeboten. Die Speisekarte enthält ausgesuchte „Basics“ und werde flexibel erweitert. „Nachhaltig, vegan, vegetarisch, handgemacht“, das sei ihre Leitlinie.

Das Areal ist in verschiedene Zonen unterteilt, es gibt einen „Privat Beach“, den sie vermietet. Sie hat zwei neue Sandbuchten entstehen lassen. Eine „Silent Area“ steht für Sportkurse mit Yoga und Meditation zur Verfügung, die von einem freien Trainerbund als „Workout am See“ angeboten werden. Nahe der Beach-Bar wird es musikalische Veranstaltungen geben. So sind „Sunday Sessions“ mit DJs oder Singer-Songwritern geplant, „damit man wenigstens mit den Füßen im Sand wackeln kann“, weil im Moment wegen Corona noch nicht mehr geht.

Ein Team von Rettungsschwimmern kümmert sich um die Sicherheit im Wasser, und auch Julia Dickgießer lässt sich gerade zur Rettungsschwimmerin ausbilden. Sie hat noch jede Menge Ideen für Veranstaltungen, die in Abhängigkeit von Corona entwickelt werden. Momentan gilt die „getestet, genesen, geimpft“-Regel für den Einlass, der auf 1.200 Besucher beschränkt ist.

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