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Finale mit Feuerwerk

Kultursommer Bruchsal lockt insgesamt rund 7.500 Besucher

Mit den Formationen „Sunday Rest“ und „No Sugar, No Cream“ sowie einem prächtigen Feuerwerk ist am Sonntagabend der Bruchsaler Kultursommer 2021 zu Ende gegangen. Insgesamt 7.500 Besucher strömten zu den rund 30 Veranstaltungen im Bürgerpark.

Stimmungsmacher: Die Formation „Lässsig“ mit Bandmitgliedern aus dem Bruchsaler Raum war eine der letzten Acts des diesjährigen Kultursommers im Atrium vor dem Bergfried. Mit perfekten Covers bekannter Rock-Pop-Songs animierte sie das Publikum zum Mitsingen und -klatschen. Foto: Thilo Kampf

Als das Feuerwerk zu Ende und nach dem Auftritt von „No Sugar, No Cream“ die letzten Töne verklungen waren, strahlten die Macher des zweiten Bruchsaler Kultursommers, allen voran Kulturamtsleiter Thomas Adam, mit den Scheinwerfern im Atrium um die Wette.

Rund 7.500 Besucher erlebten laut Adam bei den knapp 30 Veranstaltungen ein breites Angebot an Folk, Rock, Jazz, Schauspiel, Comedy und Lesungen.

„Das war ein Kulturprogramm für Jung und Alt“, sagte der quirlige Macher, der überall auf dem Gelände im Einsatz war.

Eine Herausforderung sei gewesen, dass nur maximal 300 Besucher auf dem Gelände zugelassen waren und man die maximal 140 Besucher im Atrium entsprechend des Hygienekonzepts platzieren musste, ergänzt Niko Kritzer von der Projektleitung der Bruchsaler Tourismus, Marketing & Veranstaltungs GmbH (BTMV) im Gespräch mit den BNN.

Viele wollten einfach nur mal wieder vor Publikum spielen, denen ging es nicht um die Gage.
Thomas Adam, Kulturamtsleiter

Die künstlerische Bestückung des zweiten Kultursommers sei kein Problem gewesen, fasst Thomas Adam zusammen, hätten sich doch über 80 Bands beworben. „Viele wollten einfach nur mal wieder vor Publikum spielen, denen ging es nicht um die Gage.“

Apropos Gage: Da der Eintritt zu allen Veranstaltungen kostenlos war, finanziert sich die Veranstaltung ausschließlich aus Spenden und mithilfe von Sponsoren, allen voran der Sparkasse. Und die ein oder andere Formation habe zugunsten der Flutopfer in der Eifel komplett auf ihre Gage verzichtet, berichtet Adam.

Zahlreiche Besucher aller Altersklassen, darunter auch einige aus Graben-Neudorf und ein Paar aus Weingarten fanden denn auch am Samstagabend den Weg in den Bürgerpark, wo unter anderem eine Weinlounge und ein mit aufgeschüttetem Sand eingerichtetes Beachcafe lockte.

Die aus dem Bruchsaler Raum stammende Formation „Lässsig“ und die Band „Handmade“, ebenfalls aus hiesigen Gefilden, boten Coversongs aus dem Bereich Rock und Pop, von Abba bis Led Zeppelin - handgemacht und mit teils mitreißendem Gesang. Auch bei den Bandmitgliedern war die Freude zu spüren, endlich wieder auftreten zu können.

Das Publikum feierte und tanzte vor der Bühne und auf der Wiese oberhalb des Atriums mit, während das Küchenteam und die Getränketeams einiges zu tun hatten, um die hungrigen und durstigen Gäste zu versorgen.

Der Kultursommer sei „das Werk vieler engagierter Menschen“ gewesen, erklärte Adam, und er gehe „stark davon aus“, dass es im kommenden Jahr eine dritte Auflage dieser Veranstaltungsreihe geben werde.

Das hoffen auch Marlies und Mary, zwei Mittfünfzigerinnen aus Bruchsal, die begeistert zu den Rockklassikern der 70er und 80er tanzten. „Das Ganze ist echt eine tolle Sache, da muss man die Stadt direkt mal loben.“

Was die im Prinzip für den kommenden Herbst angedachte Veranstaltungsreihe „Klassik am Schloss“ betrifft, goss BTMV-Projektleiter Kritzer auf BNN-Nachfrage etwas Wasser in den Wein: „Wir hatten das im Frühjahr auch in der Planung, aber dann haben wir befürchtet, dass die Corona-Zahlen im Herbst wieder ansteigen könnten.“

Aus diesem Grund habe man sich im Rathaus entschlossen, die Klassik-Reihe 2021 zu canceln und stattdessen alle Aktivitäten auf das kommende Jahr zu lenken. 2022 nämlich werde „300 Jahre Grundsteinlegung des Schlosses“ gefeiert - und das wolle man mit einem Zehn-Tage-Festival würdigen.

Vom 29. Juli bis zum 7. August werde es auf jeden Fall eine große Rockbühne und eine Klassik-Arena am Schloss geben, kündigte Kritzer an. Und am 7. August sei ein großes Finale geplant, mutmaßlich auch mit einem großen Feuerwerk.

Für das Feuerwerks-Spektakel am Sonntagabend habe man sich übrigens kurzfristig entschieden, sagte Kritzer, um einfach mal allen Beteiligten Danke zu sagen. Jetzt heißt es: Freuen auf 2022.

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