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Hundebesitzer kämpfen gegen Vorurteile

Listenhunde-Halter: „Wir sind angeschaut worden wie die Assis mit dem Pitbull”

Pitbull, Bullterrier, Staffordshire-Terrier: Diese so genannten Kampfhunde stehen häufig in schlechtem Licht. Sie gelten als aggressiv und gefährlich. Auch ihre Besitzer sehen sich mit falschen Klischees konfrontiert.

Auf dem Lieblingsplatz: Rüde Pumba fühlt sich bei den Streicheleinheiten von Frauchen Kristina Bay pudelwohl. Foto: Tanja Schmith

Pumba ist drei Jahre alt. Am liebsten entspannt er auf dem Sofa oder spielt im Garten. Das braune Energiebündel freut sich sichtlich, Herrchen und Frauchen um sich zu haben. Aus dem Haus in Forst darf er aber nur mit Maulkorb. Denn der Rüde ist laut spanischem Hundepass ein Pitbull-Mischling. In Baden-Württemberg steht die Hunderasse auf der Liste der „gefährlichen Hunde”.

Besitzer von so genannten Kampfhunden haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Der ist gefährlich, der beißt, der ist aggressiv – für viele gehören diese Aussagen dazu wie das tägliche Gassi-Gehen. Auch rechtlich ist die Lage nicht einfach. Häufig müssen Besitzer deutlich mehr Hundesteuer zahlen. Diese liegt mancherorts bis zu sechs mal höher, als das Herrchen oder Frauchen eines Labradors oder Dackels zahlen muss.

Rassen kämpfen mit schlechtem Image

Da die Rassen haben bis heute ein schlechtes Image. Tatsächlich belegen mehrere Studien, unter anderem von der Universität Kiel, dass beispielsweise vom Pitbull keine rassespezifische Aggressivität ausgehe. Statistiken zeigen zudem, dass nur ein kleiner Bruchteil der Beißvorfälle auf das Konto von Listenhunden geht: Laut Kriminalstatistik gab es 2017 in Baden-Württemberg 1.319 Vorfälle, bei 30 davon waren Listenhunde beteiligt.

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