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Arbeiten teils über die Ferien hinaus

Nach dem Estrich ist vor dem Estrich: Viele Bautätigkeiten an Bruchsaler Schulen

Zwar sind Sommerferien, dennoch ist an vielen Bruchsaler Schulen ganz schön was los: An verschiedenen Standorten werden Ausbesserungs- und Renovierungsarbeiten vorgenommen. Einige werden über die Ferien hinaus andauern.

Neubau für die Kernzeitbetreuung: Auf dem Gelände der Johann-Peter-Hebel-Schule in Bruchsal entsteht in Holzständerweise ein neues Gebäude Foto: Heike Schaub

Dicke Schläuche winden sich vom Schulhof die Treppe hoch bis in die Aula der Johann-Peter-Hebel-Schule. Ein Gemisch aus Zement, Sand und Wasser verteilen die Männer gleichmäßig auf dem Boden. „Der Estrich war beschädigt, so dass Stolperfallen entstanden sind. Eine Reparatur war nicht möglich”, erzählt Wolfgang Seifert, der bei der Stadt Bruchsal für Gebäude- und Energiemanagement zuständig ist.

Nachdem der alte Estrich entfernt wurde, wird ein neuer Estrich eingebracht – und natürlich die Sommerferien dazu genutzt, wie an anderen Einrichtungen des Schulstandorts Bruchsal auch.

Neubau für die Kernzeitbetreuung an der Hebel-Schule

Bereits vor den Ferien haben Handwerker mit dem Neubau für die Kernzeitbetreuung in Holzständerweise auf dem Gelände der Johann-Peter-Schule begonnen. Der Neubau wird etwa 700.000 Euro kosten und voraussichtlich bis Ende Oktober fertig sein, so Seifert.

Die Auslagerung der Kernzeitbetreuung geht Hand in Hand mit der Umsetzung des pädagogischen Konzepts für die Ganztagsschule, dafür haben sich im Herbst 30 Kinder neu angemeldet. Außerdem wird im Schulgebäude das Wasser- und Abwasserleitungssystem der Toilettenanlagen nach mehreren Rohrbrüchen ausgetauscht.

Durch die coronabedingten Hygienepläne war eine Fortsetzung der Arbeiten während der Schulzeit nicht möglich. Der zweite Bauabschnitt soll in den Sommerferien abgeschlossen werden. Die Kosten für die Sanierung der Sanitärbereiche, der Gebäudeleittechnik und des Estrichs liegen zusammen bei etwa 750.000 Euro.

Einer der größten Batzen der laufenden Bauarbeiten, die seit 2017 durch den Fonds des Landes für Schulsanierungen befeuert werden, ist seit Mitte 2019 die Generalsanierung der Konrad-Adenauer-Schule auf rund 4.500 Quadratmetern. Verwaltungsintern wird geprüft, inwiefern noch andere Schulen von dem Fonds profitieren können.

Neue Sprachalarmierung

Durch die coronabedingten Schulschließungen konnten die ursprünglich geplanten sechs Bauabschnitte auf fünf reduziert werden, so Wolfang Seifert vom Stadtbauamt. Die Innenräume sollen bis Ende des Jahres fertig werden. Danach werden noch das Dach und die Außenanlagen bis voraussichtlich Ende 2021 saniert. Die Kosten liegen bei zirka 5,3 Millionen Euro, der Landeszuschuss aus dem kommunalen Sanierungsfond Schulgebäude beträgt davon rund 1,7 Millionen Euro.

Zusätzlich wird noch ein Kernzeitzimmer im Schulgebäude geschaffen. Unabhängig von der eigentlichen Schulsanierung werden die Parkettböden im Ganztagesbereich aufgearbeitet.

Im Schönborn-Gymnasium wird in den Sommerferien in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt der Glasdachreiter am Reservegebäude erneuert, Gauben und Gesimse saniert. Das kostet 200.000 Euro. Im Justus-Knecht-Gymnasium wird die neue Sprachalarmierungsanlage in Betrieb genommen. Diese ersetzt die in die Jahre gekommene und nicht mehr regelkonforme alte Anlage. Die Brandmeldeanlage wird überarbeitet und ebenfalls an die neuen Richtlinien angepasst.

Das Knecht-Gymnasium wird zu eng

Die vorhandenen Brandabschnittstürelemente werden durch neue Elemente ersetzt. Noch offen ist es, wie es in Zukunft mit dem JKG, das aus allen Nähten platzt, weitergeht. Wegen der räumlichen Enge am Hauptstandort ist ein Teil der Klassen- und Fachräume auf dem Campusgelände ausgelagert. Erstmals werden im Herbst nur fünf Eingangsklassen gebildet. Die durchgängige Sechszügigkeit der vergangenen Jahre war ursprünglich der Aufhänger für die Studie.

In der Grundschule Büchenau werden außerdem Brandschutztüren im Bereich eines Klassenzimmers, beim Hausmeister und der Essensausgabe eingebaut und Bodenbeläge erneuert. Darüber hinaus stehen Grundreinigungen in der Albert-Schweitzer-Realschule, Dietrich-Bonhoeffer-Schule und der Grundschule Büchenau an.

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