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Sport

Nachwuchs-Handballer aus Forst spielt bei Rhein-Neckar-Löwen und im Nationalteam

Robert Kraß aus Forst ist 16 Jahre alt, Handballer, zwei Meter groß und reaktionsschnell. Den Trainern in der Region ist sein Talent nicht verborgen geblieben. Er spielt in der Jugend der Rhein-Neckar-Löwen und in der Nationalmannschaft. Sport-Karriere und Schulausbildung – ein Spagat.

Robert Kraß ist in der Jugend der Rhein-Neckar-Löwen aktiv. Sein Ziel ist es, Profihandballer zu werden. Foto: Steinmann-Plücker

Er ist gerade mal 16 Jahre alt, hat aber mit seiner Körpergröße von zwei Metern einen guten Weitblick. Das, seine reaktionsschnelle Übersicht auf dem Spielfeld und ein Hammerwurf zeichnen Robert Kraß als außerordentlichen Handballspieler aus. Schon als Kind sei er außergewöhnlich sportlich gewesen, sowohl in den Leichtathletikdisziplinen als auch am Ball, berichtet sein Vater Guido.

Von unserer Mitarbeiterin Petra Steinmann-Plücker

Weil das auch Handballtrainer Klaus Hörner in Forst sieht, nimmt er den damals zehnjährigen Robert mit zum Jugendtraining der Rhein-Neckar-Löwen (RNL) nach Kronau. Und dort ist Robert geblieben. Er hat die D- und C-Jugend durchlaufen, ist mit der C-Jugend unter Trainer Tobias Scholtes badischer Meister geworden und ist als Junglöwe inzwischen in der B-Jugend und in der Baden-Württemberg-Oberliga angekommen, auch schon mal mit „Aushilfstätigkeiten“ in anderen RNL-Teams.

Sprung ins Jugend-Nationalteam

Das ist bis hierhin schon eine starke und vor allem beständig gestiegene Leistung. Doch dabei bleibt es nicht. Als Spieler im badischen Auswahlteam unter Trainer Andreas Intze fällt Robert im März des vergangenen Jahres beim Sichtungsturnier des Deutschen Handballbundes (DHB) für den Jahrgang 2003 auf.

Als Linkshänder führt er die Position im rechten Rückraum hervorragend aus, wird – Stichwort Übersicht – vor allem für sein Zusammenspiel mit dem Kreis positiv erwähnt, kommt in die „Top 7 Süd“ und ins U18-Nationalteam des DHB. Dort folgt er den Anweisungen von keinem geringeren als Jugend-Bundestrainer Erik Wudtke, der als Co-Trainer gerade Bundestrainer Christian Prokop und die deutsche Mannschaft bei der Handball-Europameisterschaft unterstützt, die am Donnerstag in der Hauptrunde gegen Weißrussland antrat.

Uwe Gensheimer als Vorbild

So gerne Robert die Spiele, vor allem mit seinem Vorbild Uwe Gensheimer, im Fernsehen verfolgen würde, bleibt ihm doch wenig Gelegenheit dazu. Denn dann, wenn die Begegnungen übertragen werden, ist er im Sportzentrum in Kronau beim Training, fünf Mal die Woche von 17.30 Uhr bis 20 Uhr. Mindestens drei Mal ist davor das Krafttraining angesetzt.

Und dann ist ja da auch noch die Schule. Robert geht in die 11. Klasse des Heisenberg-Gymnasiums in Bruchsal – G8. Obwohl die Schule ihn voll und ganz unterstützt, er zu Turnieren und Spielen freigestellt wird, muss er doch seine Arbeiten schreiben, mal vor oder mal nach. Aber das Lernen für die Fächer kommt eben auch noch dazu, so dass er oft abends nach dem Training noch am Schreibtisch sitzt.

Sport-Karriere und Schulausbildung – ein Spagat

Es sei eine Gratwanderung, ein Spagat, sagt sein Vater. Die komplette Familie steht hinter ihm, macht Fahrtdienste von Forst aus zu den Trainings und Spielen. Robert selbst nimmt es gelassen, klar „bisschen weniger Schule“ wäre schon was, aber es ist wie es ist. Und sein Ziel? „Na ja, Profihandballer wäre schon schön“, sagt er ganz und gar Allüren frei.

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