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Doch weniger Alleinerziehende in Bruchsal

Neuer Beirat soll Geschlechterfragen in Bruchsal klären

Als Gleichstellungsbeauftragte hat Sabine Riescher nicht nur die Frauen im Blick. Zunehmend rücken auch Jungen- und Männerthemen in den Fokus. Noch fehlt es an Ansprechpartnern.

Zunehmend rücken auch Jungen- und Männerthemen in den Fokus. Noch fehlt es an Ansprechpartnern. (Symbolbild) Foto: Ralf Hirschberger

Das Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern gilt nicht als „sexy”. Darauf hat die städtische Gleichstellungsbeauftragte Sabine Riescher kürzlich in ihrem umfangreichen Tätigkeitsbericht vor dem Gemeinderat Bruchsal hingewiesen. Auf 38 Seiten stellte sie ihre Arbeit zwischen Februar 2017 und Juni 2020 vor: Dazu gehören Arbeitskreisen wie der zur Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf, die Vorbereitung von Veranstaltungen wie die Internationalen Frauentage am 8. März oder die Teilnahme an Treffen auf kommunaler oder Landesebene. Durch die Corona-Krise sind die Belastungen für Alleinerziehende noch mal besonders in den Fokus gerückt. Die Resonanz der Gemeinderäte war positiv. Für eine 50 Prozent-Stelle sei viel passiert, lobte Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick.

Trotz „verbaler Aufgeschlossenheit“ kritisierte Riescher aber auch eine gewisse „Verhaltensstarre“ oder sogar Rückschritte beim Thema Gleichstellung, denen es entgegenzutreten gelte. Quasi als Ersatz für das 2018 wegen Nachwuchsmangels aufgelöste Frauennetzwerk möchte sie eine öffentlich geführte Debatte in der Stadt zu Geschlechter- und Gleichstellungsfragen initiieren. Im BNN-Gespräch verweist Riescher auf die Stadt Fellbach, die mit Bruchsal vergleichbar sei. Dort befasst sich ein Gleichstellungsbeirat des Gemeinderats regelmäßig mit wichtigen Gleichstellungsthemen.

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