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Wer bewirbt sich?

Kurz vor der Kommunalwahl: Neuer Bruchsaler Bürgermeister wird vom alten Gemeinderat gewählt

Bürgermeisterwahl in Bruchsal: Der erste Kandidat kam schon aus der Deckung. Ob es wohl noch weitere werden? Am 4. Juni jedenfalls, kurz vor der Kommunalwahl, entscheidet der Gemeinderat.

Chefposten im Bruchsaler Rathaus zu vergeben. Am 4. Juni, kurz vor der Kommunalwahl, wählt der alte Bruchsaler Gemeinderat als eine seiner wohl letzten Amtshandlungen einen neuen Ersten Beigeordneten.
Chefposten im Bruchsaler Rathaus zu vergeben. Am 4. Juni, kurz vor der Kommunalwahl, wählt der alte Bruchsaler Gemeinderat als eine seiner wohl letzten Amtshandlungen einen neuen Ersten Beigeordneten. Foto: Christina Zäpfel

Nach acht Jahren endet im Sommer die erste Amtszeit von Bruchsals Bürgermeister Andreas Glaser. Dann muss der Gemeinderat einen neuen Bürgermeister wählen. Amtsinhaber Glaser hat bereits seine erneute Kandidatur angekündigt.

Es dürfte spannend werden, ob sich jemand gegen den in der Verwaltung durchaus beliebten, zweiten Mann im Rathaus in Stellung bringt. Ob etwa die Fraktionen ihre eigenen Leute vorschicken werden.

Wir arbeiten professionell und menschlich gut zusammen.
Cornelia Petzold-Schick
Bruchsaler Oberbürgermeisterin

Glaser ist zwar parteilos, steht aber der CDU nahe und sitzt für die Christdemokraten im Kreistag.

Die Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (Grüne) als seine Chefin begrüßte Glasers Bewerbung jedenfalls schon. „Wir arbeiten professionell und menschlich gut zusammen.“

Die „alten“ Stadträte wollen noch den Bruchsaler Bürgermeister bestimmen

Die Wahl des sogenannten Ersten Beigeordneten wird fünf Tage vor der Kommunalwahl passieren, am 4. Juni. Dann hat nämlich noch der „alte“ Bruchsaler Gemeinderat das Sagen und nicht der demnächst neu gewählte.

Darauf haben sich die Fraktionen jetzt verständigt. Mit der Kommunalwahl am 9. Juni endet die Amtszeit des Gemeinderats. Er ist danach nur noch zur Weiterführung der Geschäfte berechtigt, bis sich das neue Gremium konstituiert hat.

In der Stellenausschreibung wird also ein Erster Beigeordneter gesucht. Er oder sie wird Stellvertreter der Oberbürgermeisterin sein. Verantwortlich ist der aktuelle Bürgermeister für die Finanzen, für Bauen und Liegenschaften, sowie für Recht, Sicherheit und Ordnung.

Wer Bürgermeister in Bruchsal werden will, muss sich bis 24. März bewerben

„Wir erwarten eine überdurchschnittlich engagierte und zielorientiert arbeitende Führungspersönlichkeit, die durch Verhandlungsgeschick, Durchsetzungsvermögen, strategische Denkweise sowie hohe soziale Kompetenz in der Lage ist, unsere Stadt zukunftsfähig voranzubringen“, heißt es in der Ausschreibung. Sie wird am 24. Februar veröffentlicht.

Ab diesem Zeitpunkt haben Bewerber Gelegenheit, ihre Unterlagen bis zum 24. März einzureichen. Auch Amtsinhaber Glaser muss sich dann erneut bewerben. Noch mal einen Monat Zeit hat der Gemeinderat dann, um alle Bewerbungen zu sichten und gegebenenfalls eine Vorauswahl zu treffen.

So war es zum Beispiel zuletzt in der Großen Kreisstadt Waghäusel. Von zehn Bewerbern blieben am Ende nur zwei übrig. Mit großer Mehrheit setzte sich im April 2023 Andreas Emmerich durch.

Kandidaten für den Bürgermeister-Posten stellen sich dem Gemeinderat vor

In Bruchsal hat dann der Gemeinderat zu entscheiden, ob alle Kandidaten eingeladen werden, um sich vorzustellen, oder nur ausgewählte. Für gewöhnlich stellen sich diese in der öffentlichen Sitzung mit einer kurzen Rede vor. Danach entscheidet der Gemeinderat über die Besetzung.

Vereidigung Bürgermeister und Beigeordneter Andreas Glaser Bruchsal 
mit OB Cornelia Petzold-Schick
Juli 2016
Vor achten Jahren wurde Bürgermeister Andreas Glaser zum ersten Mal vereidigt. Seine Ernennungsurkunde bekam er von seiner Chefin, Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick überreicht. Foto: Martin Heintzen

Andreas Glaser wurde vor acht Jahren Nachfolger von Bürgermeister Ulli Hockenberger, der für die CDU in den Landtag wechselte. Glaser setzte sich gleich im ersten Wahlgang durch. Beworben hatten sich ursprünglich insgesamt zwölf Kandidaten. Am Ende waren drei in der engeren Auswahl.

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