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Was macht die Kandidatin aus Marxzell?

Nach der Wahl in Oberhausen-Rheinhausen: Di Mauro zögert

In Oberhausen-Rheinhausen freut sich Favorit Manuel Scholl über sein starkes Ergebnis. Bei anderen Kandidaten herrscht indes Katerstimmung. Wer von ihnen macht weiter?

Ein Lächeln am Wahlabend: Nastassia Di Mauro bei der Ergebnispräsentation vor dem Rathaus in Oberhausen. Nach einer Analyse sollte die Entscheidung für oder gegen das Weitermachen fallen. Foto: Martin Heintzen

Die Enttäuschung konnte Nastassia Di Mauro am Sonntagabend nicht verbergen.

Die Fachbereichsleiterin aus Marxzell hatte sich bei der Bürgermeisterwahl in Oberhausen-Rheinhausen mehr ausgerechnet.

29,9 Prozent der Stimmen holte sie im ersten Wahlgang. Manuel Scholl, Kämmerer im Ort, schaffte jedoch auf Anhieb 48,5 Prozent und ist damit der klare Favorit für den zweiten Wahlgang.

Es gilt für mich noch einiges abzuwägen.
Nastassia Di Mauro, Bürgermeisterkandidatin

Am Tag danach verspürt Di Mauro immer noch „ähnliche Gefühle“. Eine Entscheidung, ob sie weiter kandidieren möchte, sei noch nicht gefallen, sagt sie gegenüber den BNN. „Dafür muss ich mir mehr Zeit nehmen. Es gilt für mich noch einiges abzuwägen.“

Bis Mittwoch hat sie dafür noch Gelegenheit. Nach dem bisherigen Ergebnis wäre sie die aussichtsreichste Konkurrentin von Manuel Scholl.

Dessen Freude ist am Tag nach der Wahl nach wie vor ungebrochen. In einigen Tagen werde er damit beginnen, die weitere Zeit bis zum 12. Dezember, dem Tag des zweiten Wahltermins, zu planen. „Auch dafür will ich mich positionieren und richtig aufstellen.“ Davon wird sicherlich auch abhängen, wer aus dem Bewerberfeld übrig bleiben wird.

Thilo Herrling ist stolz

„Ich bin stolz auf meine Platzierung, aber ich hatte mir doch mehr Prozente erhofft“, sagt Thilo Herrling. Er ist hinter Scholl und Di Mauro auf dem dritten Platz gelandet und hat rund 9,2 Prozent der Stimmen erzielt. Damit schnitt er deutlich besser ab als die weiteren Kandidaten im Feld.

„Ich stehe für eine Politik der Offenheit und Transparenz, orientiert an Sachthemen und frei von Vetternwirtschaft. Das hat einige überzeugt.“ Auch wenn er die Verkündung des offiziellen Wahlergebnisses am Montagabend noch abwarten wolle, so denkt er schon übers Weitermachen nach. „So würde ich den Wählern eine Möglichkeit zur Alternative bieten.“

Ein Kandidat hat bereits am Wahlabend seine Aufgabe verkündet. Wie berichtet, macht Christian Soeder nicht weiter. Der SPD-Mann war deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Das eindeutige Ergebnis mit dem großen Favoriten Manuel Scholl hatte viele überrascht. Auch Bürgermeisterkandidat Alexander Nitsche: „Damit hatte ich nicht gerechnet.“

Das Ergebnis mache deutlich, wie viel Wert die Bürger auf Verwaltungserfahrung legen. Auch wenn er sich noch nicht mit seiner Familie beraten habe, sieht er wenig Sinn darin, seine Kandidatur aufrecht zu halten. „Das muss man ganz nüchtern betrachten“, so Nitsche.

Wahlausschuss tagt am Mittwochabend

Schlusslicht in der Kandidaten-Reihenfolge ist Armin Rasokat. Er sagt: „Ich werde nicht mehr weiter kandidieren.“ Dennoch sei er froh, sich dieser Herausforderung gestellt zu haben.

Nach der Sitzung des Wahlausschusses am Mittwochabend wird endgültig feststehen, welche Kandidaten am 12. Dezember auf dem Wahlzettel stehen. Dazu könnte auch die Tierärztin Britta Körner gehören. Sie war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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