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Wahl am 14. November

Jetzt sind es schon sechs: Zwei weitere Bürgermeister-Bewerber für Oberhausen-Rheinhausen

Oberhausen-Rheinhausen mit seinen gut 9.500 Einwohnern ist begehrt: Kurz vor Bewerbungsschluss kommen Bürgermeisterkandidat Nummer 5 und 6 ins Spiel. Am Montagabend, 18 Uhr, ist Deadline. Das sind die beiden Neuen.

Zwei neue Anwärter: In Oberhausen-Rheinhausen hört Martin Büchner nach 24 Jahren als Bürgermeister auf. Inzwischen gibt es sechs Bewerber auf den Posten. Foto: Martin Heintzen

Mit dem 35-jährigen Alexander Nitsche und dem 43-jährigen Thilo Herrling stehen zwei weitere Bürgermeisterbewerber für Oberhausen-Rheinhausen parat. Sie haben ihre Unterlagen eingereicht.

Damit sind momentan schon sechs Frauen und Männer im Rennen. Zuletzt hatte Dirk Vogel seine Bewerbung zurückgezogen. Am Montag um 18 Uhr endet die Bewerbungsfrist. Danach wird der Gemeindewahlausschuss alle Bewerbungen sichten und über ihre Zulassung entscheiden.

Mit Nitsche tritt ein weiterer „Einheimischer“ an, der in Oberhausen-Rheinhausen aufgewachsen ist, derzeit aber mit seiner Familie in Graben-Neudorf lebt.

Bezahlbarer Wohnraum als Schwerpunkt

Will Bürgermeister werden: Der 35-jährige Alexander Nitsche hat seine Bewerbung in Oberhausen-Rheinhausen eingereicht. Foto: Nathalie Rösch

Alexander Nitsche ist 35 Jahre alt und Techniker von Beruf. Als solcher arbeitet er in einem Ingenieurbüro. Sein beruflicher Werdegang habe ihn zum „Spezialisten in den Bereichen Umwelt, Energie, Digitalisierung und Bildung und Experten in der Menschenführung sowie Bau- und Sanierungsprojekten“ werden lassen, wirbt er für sich.

Seine politischen Schwerpunkte sieht Alexander Nitsche bei den Themen bezahlbarer Wohnraum, beim starken Zusammenleben, dem Aufwerten der Ortsmittelpunkte, dem Gewerbe und der Infrastruktur. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat sei ihm wichtig. Nitsche tritt als unabhängiger Bewerber an. Er besitze kein Parteibuch.

Die Aufgaben, die auf einen Bürgermeister zukommen, sind genau auf mich zugeschnitten.
Alexander Nitsche, Bügermeister-Anwärter

Oberhausen-Rheinhausen soll eine kinderfreundliche Gemeinde sein, findet der zweifache Vater. Vier Jahre musste er nach einem Grundstück in seiner Heimat suchen, berichtet er. Diesen Umstand wolle er etwa durch das Anpassen von Bebauungsplänen oder das Ausweisen von Sanierungsgebieten ändern. Im Moment lebt die Familie noch in Graben-Neudorf, plane aber, in der Heimat zu bauen.

Ein Supermarkt für Rheinhausen?

Als weitere Themen nennt Alexander Nitsche etwa die Sanierung der Wasserleitungen, die Digitalisierung oder den Ausbau der Straßenbeleuchtung sowie ein generationsübergreifendes Zusammenleben. Jährlich möchte er mit den Bürgern über die Vorhaben im aktuellen Jahr sprechen.

Ein Supermarkt in Rheinhausen sei ihm besonders wichtig. „Die Aufgaben, die auf einen Bürgermeister zukommen, sind genau auf mich zugeschnitten“, sagt Nitsche im BNN-Gespräch. Im Wahlkampf will er mit den Menschen ins Gespräch kommen, er plant aber keinen klassischen Haustürwahlkampf. Eine Unterstützung durch Parteien oder Fraktionen lehnt er ab. Infos unter alexander-nitsche.com

Bauingenieur ist sportlich aktiv

Thilo Herrling hat am Freitag seine Bewerbung abgegeben: Der 43-jährige will ebenfalls Bürgermeister in Oberhausen-Rheinhausen werden. Foto: Aline Lange

Auch Thilo Herrling ist ein echter Oberhausen-Rheinhausener. Hier aufgewachsen, lebt der 43-jährige mit Partnerin und zwei kleinen Söhnen in Heidelberg. Herrling hat Bauingenieurwesen studiert und ist als selbständiger Statiker und Energieberater für Gebäude tätig. Sein Büro ist noch im Ort.

„Während meiner Schulzeit und des Studiums war ich aktiver Faustballer, Jugendtrainer, Trainer und Abteilungsleiter beim Turnverein 1900 Oberhausen. Noch heute bin ich dem Verein sehr verbunden“, berichtet er.

Oberhausen-Rheinhausen ist eine wunderschöne Gemeinde mit interessanten und interessierten, vielseitigen Menschen.
Thilo Herrling, Bürgermeister-Anwärter

Seit über 20 sei er außerdem bei der Turnerjugend des Kraichturngaus Bruchsal – mittlerweile als Vorsitzender – aktiv. Herrling findet: „Oberhausen-Rheinhausen ist eine wunderschöne Gemeinde mit interessanten und interessierten, vielseitigen Menschen, einem aktiven Vereinsleben und tollen Naherholungsgebieten.“ Als Unternehmer bringe er die Kompetenz und Qualifikation mit, für wichtige Infrastrukturprojekte, die anstünden, sagt er gegenüber den BNN.

Gemeinde soll attraktiver Wirtschaftsstandort sein

Maßgeblich seien für ihn eine technische und soziale Infrastruktur, die neben Verkehrs-, Versorgungs- und, Kommunikationsaspekten vor allem gute Bildungsmöglichkeiten, Kinderbetreuung, ÖPNV-Anbindungen und gepflegte Naherholungsgebiete umfasse. „Lebendige Ortskerne, aktives Vereinsgeschehen, kulturelle und sportliche Angebote für alle Altersgruppen, aber auch gesundheitliche Versorgung und Sicherheit, stellen hier zentrale Handlungsfelder dar“, heißt es in seiner Pressemitteilung. Zudem müsse die Gemeinde als Wirtschaftsstandort attraktiv sein.

Auch er kandidiert unabhängig und parteilos, will sich nicht auf die Unterstützung einer Fraktion berufen, wie er auf BNN-Nachfrage erklärt. Er sehe eine starke Verpflichtung zu sozialer Gerechtigkeit sowie zum Natur- und Umweltschutz. In den nächsten Wochen wolle er sich im Straßenwahlkampf und auf Plakaten den Bürgern präsentieren. Außerdem ist eine Internetseite in Planung.

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