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25. Mal „Schbass uff dä Gass“

70 Narren-Gruppen machen Östringen beim Umzug zur Fastnachts-Metropole

Das närrische Volk strömte zu Tausenden durch die Östringer Gassen, um den Umzug der KG Wicker Wacker mit Helau-Rufen und „Wicker Wacker hoi hoi“ zu bejubeln.

Wicker Wacker hoi hoi hoi, der Elferrat der KG Wicker Wacker mit Sitzungspräsident Markus Bender (mit Mikro) führt als erster Wagen den närrischen Umzug in Östringen an
Wicker Wacker hoi hoi hoi: Der Elferrat der KG Wicker Wacker mit Sitzungspräsident Markus Bender (mit Mikro) führt als erster Wagen den närrischen Umzug in Östringen an. Foto: Petra Steinmann-Plücker (psp)

Um 14.11 Uhr werde Oberzugmarschall Heinz Hassis die Kreuzung Wiesenstraße-Rettigheimer Straße überqueren und damit den Umzug eröffnen, hatte Dominique Meid, Präsident der Karnevalsgesellschaft (KG) Wicker Wacker Östringen, angekündigt. Und er behielt Recht, auch wenn das eine halbe Stunde vorher nicht so wirklich danach aussah.

In der Aufstellungszone der Wiesenstraße tummelten sich jede Menge bunte Gestalten in fantasievollen Kostümen, Make-ups und passenden Accessoires. Da tauschten sich Brausepäckchen und Gardemädchen mit Dalmatiner-Besitzerinnen und Harry Potters aus. Märchengestalten und Super Marios prosteten sich mit feurigen Gestalten und schrägen Vögeln zu.

Eine Riesentruppe blaugesichtiger Schlümpfe formierte sich, während immer wieder schräge Töne der Guggemusiker zu hören waren und Wikinger auf Astronauten, Gärtner, Clowns und Bollywood-Figuren stießen. Auf der Umzugsstrecke selbst war kaum ein Durchkommen, denn die zahlreichen, genauso farbenfroh und fantastisch gewandeten Besucher standen auf den Bürgersteigen parat, während andere durch die Straßen wogten auf der Suche nach dem besten Standort oder vielleicht auch nach Bekannten.

Östringer Umzug mausert sich zum Riesenspektakel

Das gab dem Eeschdringär Motto „Viel Schbass uff dä Gass“ noch einmal eine weitere Dimension. Und 26 Jahre nach dem ersten, spontan initiierten Wicker Wacker-Umzug mit rund 30 Gruppen hat er sich nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Besucher zu einem großen Gaudispektakel gemausert.

Kommt da etwa Chewbacca von Star Wars über die Östringer Wiesenstraße geschlendert? Sein kleiner Begleiter steht ihm furchtlos zur Seite
Kommt da etwa Chewbacca von Star Wars über die Östringer Wiesenstraße geschlendert? Sein kleiner Begleiter steht ihm furchtlos zur SEite Foto: Petra Steinmann-Plücker (psp)

Mit großem Hallo – nein, Helau – wurde die Spitze des 25. Östringer Fastnachtsumzugs begrüßt. Dem Oberzugmarschall folgte der Tross mit in Summe an die 70 Gruppen, angeführt vom Elferratswagen der KG Wicker Wacker. Von dem aus begrüßte Sitzungspräsident Markus Bender mindestens „11.000 Besucher“ und forderte alle paar Meter zum „dreifach donnernden Wicker Wacker hoi hoi hoi“ auf.

Kaum war dieser Schlachtruf verklungen, schallte ein ebenso dreifach kräftiges „Ulle helau“ vom Elferratswagen der Odenheimer Karnevalsgesellschaft (OKG).

Ein Blick auf die Startaufstellung des Zuges offenbart, dass tatsächlich die meisten Umzügler aus der Kernstadt und den Stadtteilen von Odenheim bis Eichelberg kamen. Die Region war mit Waghäusel, Mingolsheim, Langenbrücken, Zeutern und Kronau ebenfalls vertreten, aber auch aus Bargen und Zaisenhausen waren Teilnehmer gekommen.

Bunt, fantasievoll und mit viel Musik, so wälzte sich der 25. Fastnachtsumzug der KG Wicker Wacker durch Östringen
Bunt, fantasievoll und mit viel Musik, so wälzte sich der 25. Fastnachtsumzug der KG Wicker Wacker durch Östringen. 101 Dalmatiner hielt es da nicht mehr auf den Beinen. Foto: Petra Steinmann-Plücker (psp)

Das feierlaunige Publikum begrüßte dabei die schon fast überdimensionalen Wagen genauso frenetisch wie kleine Fußgruppen. Hauptsache bunt, einfallsreich und mit viel Musik schien offenbar das Motto für alle zu sein. Und gerade bei den Liedern – ob von den Guggegruppen, aus den Lautsprecherboxen der Wagen oder über die Stimmbänder der Gruppenmitglieder – war die Bandbreite gewaltig.

Anfang und Ende des Zuges finden zusammen

So schunkelte eine Mannschaft zum Stimmungslied „Rosamunde“, während direkt danach Wikinger „Mit den Göttern in Walhalla“ feierten. Doch das Publikum zeigte sich flexibel und stimmte in alle gerne mit ein.

Nach rund eineinhalb Stunden erreichte der Wicker Wacker-Elferrat bereits wieder die Ausgangskreuzung, da hatte die vorletzte Zugnummer sie gerade passiert.

Dahinter hatten bereits acht Mitarbeiter des städtischen Bauhofes Aufstellung genommen, um mit Hand, Besen, Schaufel und Kehrmaschine wieder Ordnung zu schaffen. Einen „störungsfreien Verlauf“ bescheinigte am Tag danach Wicker Wacker-Umzugsminister Lars Breithaupt.

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