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Typisierungsaktion

Rektor der Thomas-Morus-Realschule Östringen braucht Stammzellenspende

Im Sommer des vergangenen Jahres erhielt Alexander Oberst die Diagnose Blutkrebs. Am Samstag, 11. Dezember, startet eine Typisierungsaktion in Östringen für ihn.

Alexander Oberst vor zwei Jahren mit seiner Frau und seiner Tochter bei einer Hochzeitsfeier. Nun braucht der Leiter der TMRS Östringen dringend eine Stammzellenspende. Foto: Uwe Zorn

Der Schock war groß, auch bei der Schulgemeinschaft der Thomas-Morus-Realschule (TMRS) Östringen: Im Sommer des vergangenen Jahres erhielt Alexander Oberst, seit 2012 Rektor der Schule, die Diagnose chronische lymphatische Leukämie (CLL), Blutkrebs.

Mit einer Chemoimmuntherapie sei es zunächst gelungen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen, beschreibt der 50-Jährige. Sogar so, dass er an die TMRS zurückkehren und wieder arbeiten konnte. Doch die Ruhe war trügerisch, die entarteten Zellen vermehrten sich wieder, schlimmer als vorher.

„Es war eine brutale Achterbahnfahrt für alle“, erklärt Lehrerkollege Lukas Jösel. Vom hoffnungsvollen „das wird schon“ am Anfang bis zum heftigen Rückschlag jetzt vor wenigen Wochen. Dann sei klar gewesen: „Wir wollen, wir müssen etwas tun“, sagt Jösel. „So können wir ihm etwas zurückgeben“, beschreibt die Schulsekretärin Viola Spitzer.

Nur eine Stammzellenspende eines genetischen Zwillings kann helfen

Die beiden nutzten alle erreichbaren Hebel. Sie informierten sich beim behandelten Uniklinikum Heidelberg, erhielten den Kontakt zu „blut.eV“ (Bürger für Leukämie- und Tumorerkrankte), der Organisation, die sich um die Suche nach freiwilligen Stammzellenspendern kümmert. Denn nur in der Stammzellenspende seines genetischen Zwillings liegt die Heilungschance für Alexander Oberst, der mit seiner Frau und seiner 14-jährigen Tochter in Ilvesheim lebt.

Dafür hat „blut.eV“ nun für Samstag, 11. Dezember, eine Typisierungsaktion in Östringen organisiert. Zusätzlich informierte Peter Stadtherr vom Uniklinikum einen Vormittag lang die Schüler der oberen Klassen über Blutkrebs und Stammzellentransplantation.

Der eigentliche Kraftakt des vergangenen Jahres war, tatenlos zusehen zu müssen.
Dominik Knebel, Konrektor

„Der eigentliche Kraftakt des vergangenen Jahres war, tatenlos zusehen zu müssen“, sagt Konrektor Dominik Knebel. Doch nun gebe es den Plan, durch eine Typisierung einen geeigneten Spender zu finden. Für Alexander Oberst sei es so gewesen, als ob ihm auf einen Schlag der Boden unter den Füßen weggezogen werde, ergänzt Konrektorin Heike Itzek-Greulich.

Doch „Boden wollen wir für unseren Chef wieder herschaffen, indem wir uns an der Typisierungsaktion beteiligen“. Er sei „viel mehr als ein Schulleiter. Er ist ein Freund“, der „ein überaus ausgeprägtes Empathievermögen hat“, sagt Realschullehrer Dominic Fiegle.

Alexander Oberst sei das Herz der Schule

Alexander Oberst sei „das Herz der Schule mit all seinen Ideen, auch verrückten Ideen“, beschreibt Lukas Jösel. „Kommen Sie bald wieder“, wünscht sich die Klasse 8d, die von der „tollen Zeit im Landschulheim“ mit ihm schwärmt. „Sie haben ein Herz aus Gold. Sie haben uns so viel ermöglicht und Sie haben uns beigebracht, nie aufzugeben. Sie schaffen das!“, macht eine ehemalige Realschülerin auf Instagram Mut.

Dieser Zuspruch von so vielen Seiten führt dazu, dass Alexander Oberst optimistisch bleibt, auch wenn die Angst, das Bangen und Chemotherapien an seinen Kräften zehren.

Typisierungsaktion für Alexander Oberst

Die von „blut.eV“ organisierte Typisierungsaktion für den Rektor der TMRS Alexander Oberst findet am Samstag, 11. Dezember, von 13 bis 17 Uhr in der Hermann-Kimling-Halle in Östringen statt. Registrieren lassen können sich alle, die zwischen 17 und 45 Jahre alt sind. Es entstehen den Teilnehmern keine Kosten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer bereits bei DKMS oder einer anderen Stammzellenspenderdatei registriert ist, für den ist keine weitere Erfassung mehr erforderlich. Wer an diesem Termin keine Zeit hat und sich dennoch beteiligen möchte, kann ein Spenderset unter www.blutev.de anfordern. Dort gibt es weitere Informationen, unter anderem darüber, wie auch mit einer Geldspende geholfen werden kann. Elternbeirat und SMV der TMRS haben am 11. Dezember vor der Halle einen Kuchen- und Crepesverkauf vorgesehen, dessen Einnahmen „blut.eV“ zu Gute kommen.

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