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Versuchsballon

Pfandflaschen gehören in Bruchsal fortan in den Flaschenring

Eine Halterung mit mehreren Ringen am Mülleimer – was hat es damit auf sich? Bruchsal will verhindern, dass Flaschensammler in den Mülleimern wühlen müssen.

Mit einem Flaschenring ausgestattet sind nun die ersten zwei Bruchsaler Mülleimer. Sie sollen dazu animieren, die Pfandflaschen oder -Dosen hier einzustellen, anstatt sie in den Müll zu werfen.
Mit einem Flaschenring ausgestattet sind nun die ersten zwei Bruchsaler Mülleimer. Sie sollen dazu animieren, die Pfandflaschen oder -dosen hier einzustellen, anstatt sie in den Müll zu werfen. Foto: Christina Zäpfel

Das Angeln nach Pfandflaschen oder -dosen in Mülleimern könnte in Bruchsal bald ein Ende haben. An den ersten zwei städtischen Mülleimern hat die Stadt nun Pfandflaschen-Halter installiert.

Einer der Mülleimer steht beim Cafe Extrablatt am Rathaus-Platz. Einer beim Abzweig Richtung Arbeitsamt.

Manche verdienen sich mit Pfand ein kleines Zubrot

„Das ist ein Versuchsballon“, erklärt die städtische Pressesprecherin Ina Kunzmann auf BNN-Anfrage. „Wir wollen vermeiden, dass Menschen im Müll nach den Flaschen wühlen müssen.“

In die Vorrichtung kann jeder seine Pfandflasche oder -dose als Spende einstellen, anstatt sie im Mülleimer zu entsorgen. Was ohnehin nicht der vorgesehene Weg für Pfandflaschen ist.

Das Angeln im Müll kann auch gefährlich sein

Vor allem viele arme Menschen verdienen sich mit dem Sammeln und Abgeben der Flaschen ein kleines Zubrot. Ihnen wird das Abtauchen in den Mülleimer damit erspart. Zumal das nicht nur unhygienisch, sondern gerade bei spitzen Gegenständen auch gefährlich sein kann.

Die Ringe sind mittlerweile in vielen Städten etabliert. „Wir wollen im Sommer evaluieren, ob das angenommen wird“, so Kunzmann. Danach könnten weitere Mülleimer ausgestattet werden. Ein Ring kostet die Stadt 250 Euro.

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