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Martus tritt erneut an

Jetzt beginnt die Bewerbungsphase: Philippsburg sucht einen Bürgermeister

Philippsburg hat die Wahl: Gesucht wird ein Bürgermeister für die alte Reichsstadt. Der erste Kandidat steht schon fest: Bürgermeister Stefan Martus möchte mit Beginn der Frist seine Bewerbung einwerfen.

Wer besetzt den Chefsessel im Rathaus Philippsburg? Diese Frage stellt sich den Bürgern am 2. Mai. Amtsinhaber Stefan Martus kandidiert wieder. Foto: Martin Heintzen

Superwahljahr im Landkreis, nächster Teil: Am 2. Mai sind die Philippsburger aufgerufen, einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin zu wählen. An diesem Samstag beginnt die Bewerbungsfrist.

Wer sich um das Bürgermeisteramt in der 13.700 Einwohner zählenden Stadt bewerben möchte, hat dazu bis 6. April, 18 Uhr, Zeit. Der amtierende Bürgermeister Stefan Martus hat bereits seine Bewerbungsunterlagen fertig und möchte diese am Samstag einwerfen.

Wenn am Montagmorgen um 8 Uhr der Briefkasten am Rathaus geleert wird und Martus noch der einzige Kandidat wäre, stünde er als erster Name auf dem Wahlzettel. Bei mehreren Bewerbungen entscheidet das Los. „Ich kandiere noch einmal, weil es immer noch meine Leidenschaft ist, meine Berufung“, erklärt der 52-jährige Amtsinhaber gegenüber den BNN.

Ich kandiere noch einmal, weil es immer noch meine Leidenschaft ist, meine Berufung.
Stefan Martus, Bürgermeister von Philippsburg

Als große Herausforderungen für Philippsburg nennt er für die kommenden Jahre die Digitalisierung der Schulen, einen möglichst ausgeglichenen Haushalt und die Kompensation wegfallender Großunternehmen wie EnBW mit dem Atomkraftwerk und Goodyear. Philippsburg erlebt einen Strukturwandel und ist zugleich Dreh- und Angelpunkt der Energiewende.

Solange noch kein Endlager für den Atommüll gefunden sei und der strahlende Müll noch einige Jahrzehnte in Philippsburg steht, will Martus das Thema weiter beackern, „Pflöcke einschlagen“, wie er sagt. Für weitere Langzeitthemen wie Rheinschanz-Insel-Polder und Elisabethenwörth brauche man einen starken Kapitän, findet Martus. „Hier möchte ich am Ball bleiben.“

Stefan Martus möchte in seine dritte Amtszeit starten. Foto: Beate Gerber

Noch hat sich kein Gegenkandidat öffentlich bekannt, Stefan Martus ist mittlerweile parteilos, nachdem er nach einigen Querelen mit und in seiner CDU 2016 ausgetreten war, es wäre seine dritte Amtszeit.

Neuwahl wäre am 16. Mai

Gewählt wird also am 2. Mai. Erreicht einer der Bewerber an diesem Tag nicht die absolute Mehrheit, sprich mehr als 50 Prozent der Stimmen, gibt es zwei Wochen später, am 16. Mai einen zweiten Wahlgang. Hier genügt die einfache Mehrheit.

Die neue Amtszeit des künftigen Bürgermeisters beginnt dann am 1. August. Bei Martus Wiederwahl 2013 hatte er zwei Gegenkandiaten: Der 47-jährige parteilose Guido Wiedemann, ein gebürtiger Westfale, der im ersten Wahlgang 19,4 Prozent der Stimmen holte. Und den Vertreter der Nein-Partei, Uwe Schmitt, der 1,2 Prozent erreichte. Stefan Martus gelang damals der Durchmarsch mit gut 79 Prozent der Stimmen.

Amt rechnet mit vielen Briefwählern

Noch ist unklar, in welcher Form sich die Kandidaten ihren Wählern vorstellen können. An diesem Freitag erprobt man gerade eine virtuelle Vorstellungsrunde in Kraichtal mit seinen sieben Bürgermeisterkandidaten. Der Ablauf könnte auch für Philippsburg interessant sein.

„Wir sind noch in der Findungsphase“, erklärt Timo Tirolf vom Amt für Sicherheit und Ordnung. Dort wird die Wahl vorbereitet und als ziemlich sicher gilt, dass wie überall die Zahl der Briefwähler enorm steigen könnte.

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