Skip to main content

Großeinsatz am Schulzentrum

Realschüler versprüht Pfefferspray in Philippsburg: 18 Schüler verletzt

Eigentlich sollte es ein fröhlicher Sporttag werden am Philippsburger Schulzentrum. Doch die Sache endete jäh und mit einem riesigen Aufgebot von Rettungskräften und Polizei.

Weil ein Schüler in Philippsburg in der Turnhalle Pfefferspray benutzt hat, kam es zum Großeinsatz der Rettungskräfte aus der gesamten Region.
Weil ein Schüler in Philippsburg in der Turnhalle Pfefferspray benutzt hat, kam es zum Großeinsatz der Rettungskräfte aus der gesamten Region. Foto: Einsatzreport24

Zu einem großen Einsatz von Polizei und Rettungskräften ist es am Freitagvormittag am Schulzentrum in Philippsburg gekommen. Die Polizei bestätigt gegenüber dieser Redaktion, dass es einen Vorfall mit Pfefferspray gegeben habe.

Eigentlich sollte am Freitag ein Sporttag an der Konrad-Adenauer-Realschule stattfinden. Am Freitagnachmittag steht dann fest: Ein 14-jähriger Realschüler hat ein Pfefferspray dabeigehabt und in einer Umkleidekabine und im Gang damit herum gesprüht.

Was oder wer genau Ziel der Attacke war, bleibt offen. Der Täter allerdings habe sich selbst der Polizei gestellt. Die Polizei teilt mit, dass sich der Schüler wohl über die Konsequenzen seines Tuns nicht bewusst war. Die Folgen allerdings waren fatal.

Mehrere Kinder klagen über Husten und rote Augen

Insgesamt 18 Kinder hätten danach Augenreizungen und Husten gehabt und über Atemwegsbeschwerden geklagt. Der Vorfall ereignete sich gegen 11 Uhr. Was folgte, war ein Großaufgebot an Rettungskräften, die auch aus Nachbarorten nachalarmiert wurden, weil man zunächst nicht wusste, wie viele Verletzten es zu versorgen galt.

Mehrere Schüler, so teilt die Polizei am Nachmittag mit, mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Alle anderen konnten vor Ort versorgt werden. Sie wurden dann von ihren Eltern abgeholt.

Am Gymnasium nebenan geht der Betrieb weiter

Der Sporttag jedenfalls war erstmal gelaufen. So schildert es auch Philippburgs Bürgermeister Stefan Martus (ULi). Er war zuvor noch zusammen mit der Schulleiterin der Konrad-Adenauer-Realschule bei der Einführung der neuen Rektorin im Stadtteil Huttenheim.

Bei seiner Ankunft waren die Kinder bereits versorgt. Vor allem bei den Schülern etwa am benachbarten Copernicus-Gymnasium sorgte der Großeinsatz von DRK und Polizei für große Aufmerksamkeit. Dort soll der geplante Weihnachtsbasar an diesem Freitag wie geplant stattfinden.

Mittlerweile, so erklärt die Polizei weiter, habe man die Spraydose gefunden. Was dem mutmaßlichen Sprayer nun droht, ist derzeit offen. Die Tat könnte aber mindestens als fahrlässige Körperverletzung an 18 Personen eingeschätzt werden. Mit 14 Jahren ist der Junge zudem bereits strafmündig. Die Polizei jedenfalls hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

nach oben Zurück zum Seitenanfang