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Untersuchung auf neue Virusvariante

Zehn Corona-Fälle im Philippsburger Heim für Asylbewerber

Noch sind es erst zehn Personen: Aber der Kreis der Corona-Infizierten könnte sich in Philippsburg noch erweitern. An diesem Freitag sollen 58 Personen aus einer Gemeinschaftsunterkunft getestet werden.

Jetzt wird getestet: In einer Flüchtlingsunterkunft in Philippsburg gibt es mehrere Corona-Fälle. Nun müssen auch 58 Bewohner eine größere Unterkunft getestet werden. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild

Bisher sind zehn Menschen infiziert, bei acht weiteren steht das Testergebnis noch aus: In einer Anschlussunterbringung für Asylbewerber in Philippsburg gibt es einen Corona-Ausbruch. „Wir rechnen damit, dass es noch mehr Fälle geben könnte“, erklärt Philippsburgs Bürgermeister Stefan Martus.

Alle Bewohner der Unterkunft seien nun in Quarantäne, sie nutzen Gemeinschaftseinrichtungen wie Küche oder Bad, daher hatte das Virus leichtes Spiel. Auch auf die Testergebnisse einiger Mitarbeiter, etwas des Hausmeisters, warte man noch, so Martus.

Woher die Infektion kommt, ist unklar. Alle Bewohner gingen arbeiten. Da einige von ihnen Kontakte zu einer größeren Philippsburger Unterkunft gehabt hätten, ist auch diese Einrichtung sicherheitshalber unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt sollte dort noch am Freitag alle Bewohner testen.

Stadt hat Ausweichquartiere vorbereitet

„Wir haben Ausweichquartiere vorbereitet, wo wir gegebenenfalls Infizierte besser isolieren können“, erklärt der Bürgermeister. Die Stadtverwaltung habe zudem bereits die Versorgung beider Häuser mit Lebensmitteln in die Wege geleitet, da die Bewohner vorerst nicht raus können.

Martus lobt die Unterstützung durch das Gesundheitsamt des Landkreises. Bereits seit vergangener Woche gibt es außerdem bisher sieben positiv getestete Senioren einer Senioren-Wohngemeinschaft in Philippsburg, auch sieben Mitarbeiter sind betroffen, berichtet Martus weiter.

Die nächsten Tests aus Philippsburg sollen sequenziert werden, erklärt der Bürgermeister. Mit dieser Untersuchung kann man herausfinden, ob bei den Infizierten das mutierte Coronavirus B 1.1.7 im Spiel ist.

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