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17-Jähriger für 92 Taten verantwortlich

Polizei gelingt Schlag gegen Bruchsaler Sprayer

Großer Erfolg für die Polizei: Die Bruchsaler Beamten sind in den vergangenen Wochen gleich mehreren Sprayern auf die Spur gekommen. Allein ein 17-Jähriger soll einen Schaden von über 23.000 Euro verursacht haben.

Schäden am Schloss und im Schlossgarten: Allein 42 Fälle wurden hier dokumentiert. Das wird besonders teuer, denn die Entfernung der Kritzeleien ist schwierig. Foto: Martin Heintzen

Ein Schlag gegen gleich mehrere Graffiti-Schmierer ist jetzt der Bruchsaler Polizei gelungen. Ein 17-jähriger Bruchsaler räumte bereits ein, für eine Vielzahl an Verschandelungen und Sachbeschädigen etwa im Schlossgarten verantwortlich zu sein. 92 Einzelfälle mit einem Gesamtschaden in Höhe von 23.500 Euro sind so in der ganzen Stadt entstanden.

Seit Monaten sind seine „Tags“, also seine Kritzeleien, an unterschiedlichsten Orten aufgetaucht. Besonders ärgerlich: Auch an Natursteinwänden und Skulpturen oder Parkbänken im Schlossgarten, wo sie teilweise nur schwer zu entfernen sind. Allein dort waren über 40 Stellen bekritzelt, auch Wände und Türen des Schlosses, Mülleimer, Leuchten und Schilder.

Schmierereien wie diese gibt es in ganz Bruchsal: Ein 17-Jähriger soll allein für 92 von ihnen verantwortlich sein. Er sei bereits dabei, den Schaden wieder gutzumachen, erklärt die Polizei. Foto: Polizei Bruchsal

Ein aufmerksamer Zeuge hatte die Beamten im Oktober auf seine Spur gebracht, als er einen Altkleidercontainer besprühte. „Wir hatten eine echte Glückssträhne“, fasst der stellvertretende Revierleiter der Polizei, Uwe Mangang, im BNN-Gespräch zusammen. Jetzt suche man weitere Geschädigte und Kritzeleien, die ebenfalls auf den 17-Jährigen zurückzuführen sind. Der junge Mann sei bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten und bereits dabei, einige Schäden zu beseitigen. Er habe sich einsichtig gezeigt. Möglicherweise war ihm die Tragweite seiner Taten nicht bewusst.

Zeuge brachte die Polizei auf die Spur

Weil die Sache in Bruchsal seit etwa einem Jahr überhand nahm, hat die Polizei reagiert. Die Ermittlungsgruppe um die beiden Jugendsachbearbeiter Christian Schmitteckert und Wolfgang Mayer hätten den Druck in den vergangenen Monaten erhöht. So sind zwei weitere Sprayer ausfindig gemacht worden. Zwei Jungs im Alter von zwölf und 13 Jahren wurden beim Sprayen beim Justus-Knecht-Gymnasium erwischt, dort entstand ein Schaden von bis zu 700 Euro. Auch hier brachte ein Zeuge die Polizei auf die Spur. Die beiden Schüler scheinen für weitere Taten in Büchenau und beim Bahnhof verantwortlich zu sein. Gegen zwei weitere Sprayer, die in Untergrombach ihr Unwesen, trieben, werde noch ermittelt. Weil die Polizei alle Taten dokumentiert, könnte den mutmaßlichen Tätern dann auch weitere Schmierereien angelastet werden.

Abschreckung als Prävention

„Diese Fälle zeigen, die Wahrscheinlichkeit, beim Sprayen erwischt zu werden, ist groß“, erklärt Mangang. „Lasst die Finger davon“, so sein Aufruf.“ Die beste Prävention sei die Abschreckung.

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