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Strand am Saalbach als krönender Abschluss

Quartiersplatz und Park in Bahnstadt Bruchsal sollen 2023 fertig sein

In der Bahnstadt Bruchsal wohnen schon viele Menschen. Doch die Gestaltung eines Quartiersplatzes mit Park lässt auf sich warten. Und wurde immer teurer. Jetzt aber stehen die Pläne.

Sie freuen sich, dass am Saalbach in der Bahnstadt eine Wassertretanlage entstehen wird: Eckehard Mevius und Karin Krumteich vom Kneipp-Verein. Foto: Martin Heintzen

„Wir warten schon lange darauf, eine Wassertretanlage in Bruchsal zu verwirklichen. Dafür haben wir seit Jahren einen hohen Betrag angespart, aus Beiträgen unserer Mitglieder und Kursgebühren“, sagt Karin Krumteich.

Die Vorsitzende des Kneipp-Vereins ist froh, dass der Gemeinderat Bruchsal endlich in der neuen Bahnstadt den Quartiersplatz und einen Park voranbringt. Dann kann der Kneipp-Verein sein Herzensprojekt einbringen, für das er 35.000 Euro zurückgelegt hat: eine Wassertretanlage am freigelegten Saalbach. Die wird naturnah gestaltet sowie über Treppen und einen Strand zugänglich. Eine kleine Saalbachbühne entsteht ebenfalls.

Allerdings müssen sich die Mitglieder des Kneipp-Vereins wie die schon zahlreichen Bewohner der Bahnstadt noch eine Weile gedulden. Erst im Frühjahr 2023 wäre der Quartiersplatz fertig, im Herbst 2023 der Park gestaltet.

Platz und Park kosten 3,2 Millionen Euro

So sieht es der Zeitplan des Bruchsaler Stadtbauamts vor. Der Gemeinderat stimmte den Gestaltungsentwürfen zu. Für die Aufwertung des dicht bebauten Stadtviertels sind jetzt 3,2 Millionen Euro veranschlagt. Davon muss Bruchsal 1,5 Millionen Euro selbst bezahlen, der Rest kommt als Zuschuss vom Land Baden-Württemberg.

Und was bekommt man für die Millionen in der Nachbarschaft von Exiltheater und ADAC? Auf dem Platz ein großformatiges Betonpflaster in Erdfarben, Bauminseln mit Sitzplätzen und eine Abschirmung zur Straße. Es gibt die Möglichkeit, eine Leinwand zu errichten, damit ein Freilichtkino möglich ist. „Zur Saalbach hin“, in Bruchsal ist die Bach weiblich, entsteht ein Bouleplatz. An keinem anderem Teil der Stadt gibt es so viele Gestaltungsmöglichkeiten auf 11.000 Quadratmetern, betonte Oliver Krempel, Chef des Stadtbauamts vor dem Gemeinderat.

„Bruchsals Central-Park West“

In den Park integriert wird ein Spielplatz mit Robinienstämmen, Steinen, Seilen und Matschfläche. Die Wassergüte 2 des Saalbachs erlaube dann auch die Freizeitnutzung des Flusslaufs, sagt Krempel. Roland Foos (FWV) nannte das Projekt „Bruchsals Central-Park West, nur nicht so monumental wie das New Yorker Original.“

Von den Gemeinderatsfraktionen verband allein die CDU ihre Zustimmung zum Projekt mit kritischen Anmerkungen. Hans-Peter Kistenberger erinnerte an die lange Planungszeit. Schon 2017 sei etwas präsentiert worden, aber dann ging doch der Bau der Wohnungen vor. Die damals bewilligten Kosten von 2,4 Millionen Euro wurden nicht eingehalten, monierte der Fraktionschef.

Für die Stadtverwaltung wies Oliver Krempel darauf hin, dass die Zuschüsse des Landes höher wurden, entsprechend der tatsächlichen Baukosten. Der Bruchsaler Eigenanteil steige nur um 100.000 Euro. Hartmut Schönherr (Grüne/Neue Köpfe) und Roland Foos (FWV) betonten, dass in der Planung auch Sparideen stecken. „Nichts Überkandideldes“, meinte der FWV-Mann. Fabian Verch (SPD) sagte, Bruchsal braucht solche Plätze und regte genügend Mülleimer an, um die Erlebnisflächen sauber zu halten.

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