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Wegen des Coronavirus

Rheinfähre zwischen Oberhausen-Rheinhausen und Speyer darf nicht starten

Die Rheinfähre zwischen Oberhausen-Rheinhausen und Speyer darf vorerst nicht den Betrieb aufnehmen. Grund ist die Corona-Pandemie. Eigentlich sollte ab dem vergangenen Freitag die Rheinfähre „Neptun“ unterwegs sein und die Passagiere ans jeweils andere Ufer übersetzen.

Normalerweise fährt die Fähre an einem Tag 20-mal hin und her, doch wegen der Corona-Pandemie darf die Rheinfähre zwischen Rheinhausen und Speyer den Betrieb nicht aufnehmen. Foto: N/A

Von Werner Schmidhuber

Ab wann der Fährbetrieb wieder aufgenommen werden könnte, stehe in den Sternen, sagte Kapitän Ernst Hessenauer. In den nächsten Tagen will der 70-jährige erfahrene Steuermann erneut bei den Verantwortlichen in Speyer vorsprechen, um vielleicht vor Ostern doch noch eine Lockerung zu erreichen.

Das Ostergeschäft bricht wegen der Corona-Krise weg

Der Fährmann ist einer der vielen Leidtragenden der Corona-Krise. Ihm breche, so erzählt er, das eigentlich lukrative Ostergeschäft weg. Mehr als 10.000 Euro habe er in sein aufgeputztes Schiff investiert. „Woher soll jetzt das Geld kommen?“, lautet die bange Frage.

Wenn er nicht fährt, entfällt auch der für sein saisonbedingtes Geschäft unentbehrliche Zuschuss der Speyerer Stadtwerke. Derzeit wartet die Fähre an der Anlegestelle in Speyer auf ihren Einsatz.

Sicherheitsabstand auf der Fähre als Problem

Auf Nachfrage teilen die Stadtwerke mit, dass sie das größte Problem im Sicherheitsabstand auf den Sitzbänken der Fähre sehen. Auch heißt es, der Fährmann müsse von den Passagieren das Geld für die Tickets kassieren, wobei eine gewisse Nähe entstünde.

Doch dieses Abstandsproblem betrachtet Hessenauer als lösbar. Statt wie bisher 30 bis 40 Personen könnte er zehn bis 15 Personen übersetzen – und in weiter Entfernung zueinander, erklärt der Steuermann. Zur Entgegennahme des Geldes für das Ticket würde er sich eine Komplettmaske anlegen.

Bis zu 20.000 Personen möchten in einem „normalen“ Jahr den Rhein an dieser Stelle überqueren. „Üblicherweise fahre ich mit meiner Neptun pro Tag so 20-mal hin und 20-mal her.“ Einen Kilometer lang ist die Fahrtstrecke zwischen beiden Anlegestellen.

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