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Konzept für „Herbst in Bruchsal“ vorgestellt

Riesenrad soll Laufkundschaft in die Bruchsaler Innenstadt ziehen

Wegen der unklaren Corona-Lage fährt die Stadt mit ihren Aktionen auf Sicht - sie könnten jederzeit erweitert oder zurückgenommen werden, erklärte Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick bei der Programmvorstellung am Mittwoch. Ein Überblick, was genau geplant ist.

Riesenrad im Bruchsaler Herbst: Vom 9. Oktober bis 1. November steht auf dem Kübelmarkt ein Riesenrad. Aktionen sollen flexibel darum herum angeboten werden. Foto: Martin Heintzen

32.000 LED-Lichter am Riesenrad sollen in den Abendstunden leuchten und unter dem Motto „Bruchsaler Herbst“ bis zum 1. November zusätzliche Laufkundschaft in die Innenstadt locken. „Wenn wir gar nichts anbieten, wird es in der Gastronomie, im Einzelhandel und bei den Schaustellern echte Existenzängste geben“, erklärte Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick bei der Programmvorstellung am Mittwoch im Bruchsaler Rathaus.

Bei der Ausarbeitung des Konzepts mit Aktionen im Herbst und der Vorweihnachtszeit fahre man angesichts der Corona-Zeit auf Sicht. So könne man jederzeit geplante Aktionen zurücknehmen oder erweitern, je nachdem wie sich das Infektionsgeschehen entwickle. Dabei habe man sich im Vorfeld mit anderen Kommunen abgestimmt.

Ersatz für Verkaufsoffenen Sonntag

Für den Branchenbund und seine Mitglieder war das schon ein harter Brocken, dass der traditionelle Verkaufsoffene Sonntag dieses Jahr ausfallen musste. Um trotzdem Leben in die Stadt und damit Laufkundschaft in die Geschäfte zu bringen, steht das 36 Meter hohe Riesenrad ab Freitag, 9. Oktober, vier Wochen lang auf dem Kübelmarkt.

Rund um das Riesenrad soll es zahlreiche Aktionen wie eine Weinprobe in der Gondel, einen Familientag oder eine Stadtführung mit anschließendem Blick von oben geben. Um auch die anderen Teile der Innenstadt in den „Bruchsaler Herbst“ miteinzubeziehen, hat die Schaustellerfamilie Alt einen Imbiss- und einen Süßwarenstand beim Modehaus Jost aufgestellt. Die Leute sollen so rund einen Kilometer vom Kübelmarkt bis zum Schönbornplatz und wieder zurück pendeln, so die OB.

Zwei Tage lang hat die Schaustellerfamilie Göbel aus Worms das Fahrgeschäft aufgebaut. Wie Birgit Welge von der Wirtschaftsförderung und dem Stadtmarketing erklärte, ist die Familie mit zehn bis zu 70 Meter hohen Riesenrädern normalerweise deutschlandweit unterwegs. Das Bruchsaler Rad, das zuletzt in Reutlingen aufgestellt war, betreibt die Familie auf eigene Kosten, so Welge.

Zuletzt stand bei den Heimattagen 2015 ein Riesenrad in Bruchsal - damals vor dem Amtsgericht. Täglich von 11 bis 20 Uhr soll sich das Rad beim Kübelmarkt drehen. Um jederzeit mögliche Infektionen nachverfolgen zu können, müssen alle Mitfahrer ihre Kontaktdaten hinterlassen. Die Gondeln werden nach jeder Fahrt desinfiziert und die Zahl der Mitfahrer von sechs auf vier reduziert. Nur in der Gondel dürfe man die Maske weglassen.

Adventskalender in Schaufenstern

Um die Infektionsgefahr zu minimieren, wird es dieses Jahr den klassischen Weihnachtsmarkt nicht geben. Stattdessen können Schulen und Kindergärten in der „Weihnachtsstadt“ 50 Bäume in Kübeln schmücken. Für die schönsten Bäume gibt es einen Preis. Mit einem Beleuchtungskonzept sollen außerdem in der Vorweihnachtszeit ein halbes Dutzend Gebäude in Szene gesetzt werden.

Beim Adventskalender können Einzelhändler ihre Schaufenster entsprechend dekorieren oder mit Sonderaktionen werben. Ob es überhaupt Weihnachtsstände mit Glühwein gibt, für die man sich per App registriert, soll sich in den nächsten Wochen entscheiden.

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