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7.400 Liter Apfelsaft - an einem Tag

Saftpressen in Bruchsal-Heidelsheim: Birnen sind die besseren Äpfel

7.400 Liter Apfelsaft haben Günter Kolb und sein Team vom Obst- und Gartenbauverein Heidelsheim am Samstag gepresst. Dabei haben sie einen besonderen Trick angewendet – und an Kritik an der Stadt Bruchsal nicht gespart.

7-400 Tonnen Apfelsaft: Das hat das Team vom OGV Heidelsheim am Samstag gepresst. Foto: Martin Heintzen

In einer Tour rattert die große Maschine hinter Günter Kolb. Es ist eine Minifabrik, die er und seine sieben Helfer vom Obst- und Gartenbauverein Heidelsheim da vor dem Sportplatz des FCH aufgebaut haben. Vorne kommen die Äpfel rein, hinten kommt frischer Apfelsaft heraus. Und dazwischen, wie bei jeder guten Fabrik, sieht man vieles nicht, hört nur ein mystisch anmutendes Rumpeln und Krachen.

7.400 Liter Saft wird das „Saftmobil“ am Ende pressen, für 44 Parteien, die im Laufe des Tages ihre Äpfel herankarren. „Die Ernte ist in diesem Jahr besonders gut“, erklärt Kolb. Deshalb könne man diese Aktion wieder durchführen, wie schon vor zwei Jahren. 2019 gab es zu wenige Äpfel dafür. Auch Kolb selbst lässt pressen. Von seinen hundert Bäumen hat er zwei Tonnen Äpfel mitgebracht. Die wenigsten davon presst er allerdings pur für den Eigenbedarf. „Es kommen immer wieder Leute her, die zu wenig Äpfel mitbringen“, sagt er. Da helfe er dann gegen einen überschaubaren Obolus aus. Etwa 60 Prozent der Apfel-Masse wird dann auch wirklich zu Saft, die Reste wandern beispielsweise zu Schäfern und Jägern. „Wildschweine sind ganz wild darauf“, weiß Kolb. Aus seinen 2 Tonnen Äpfeln würden rund 1,2 Liter Roh-Saft entstehen. Wirklich mitnehmen wird er aber nur ein Viertel davon.

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