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Start am Montag

Schulen in Bruchsal und Umgebung: Trennung in den Pausen und regelmäßiges Lüften

In unzähligen Stunden haben Pädagogen dafür gearbeitet, dass ab Montag in den Schulen Präsenzunterricht gegeben werden kann.

Vorbereitung auf den Schulstart: Die Mitarbeiter der Elektro-Firma verlegen Kabel im Computerraum der Konrad-Adenauer-Schule in der Bruchsaler Südstadt. Foto: Martin Heintzen

Julia Dörr nickt anerkennend. „Was die Lehrerinnen und Lehrer seit Wochen leisten, verdient Hochachtung“, sagt die Vorsitzende des Bruchsaler Gesamt-Elternbeirats. Mit großem Interessen hat sie verfolgt, wie sich die Pädagogen während der Corona-Pandemie auf den Start des neuen Schuljahrs ab Montag vorbereitet haben. Und sie hat festgestellt, dass sie die hohen Hürden, die die Landesvorgaben auftürmen, gemeistert haben. „Ich bin sehr positiv gestimmt“, sagt Julia Dörr.

Es ist eine sehr intensive Vorbereitung auf das neue Schuljahr.
Matthias Fuchs, Leiter der Marktgrafen-Gemeinschaftsschule in Kraichtal

Konrektor Michael Riffel aalt sich während der Sommerferien nicht irgendwo am Strand; er sitzt in seinem Büro in der Bruchsaler Konrad-Adenauer-Schule. Nebenbei erwähnt er, dass er in den vergangenen Tagen und Wochen intensiv mit Auflagen wie Hygiene-Bestimmungen beschäftigt war. Wichtiger ist für ihn indes das Resultat der Arbeit. „Wir sind unglaublich smart aufgestellt“, betont Riffel. Matthias Fuchs, Leiter der Marktgrafen-Gemeinschaftsschule in Kraichtal, pflichtet seinem Bruchsaler Kollegen bei und ergänzt: „Es ist eine sehr intensive Vorbereitung auf das neue Schuljahr.“

420.000 Euro für technische Ausstattung

An der Konrad-Adenauer-Schule wurde im Zuge der Generalsanierung für eine bessere technische Ausstattung gesorgt. Zudem liegen für alle Schüler Notebooks und Tablets bereit, falls wieder Schule zu Hause statt Präsenzunterricht notwendig werden würde. „Alle sind bestens vorbereitet“, versichert Rainer Rapp, Amtsleiter Bildung und Sport im Bruchsaler Rathaus. Allein für die technische Ausstattung der Bildungseinrichtungen hat die Stadt rund 420.000 Euro an die Schulen verteilt, um für einen möglichen Lockdown gewappnet zu sein.

An einen solchen Rückschlag mag Konrektor Riffel nicht denken. Vielmehr erklärt der Pädagoge: „Wir freuen uns auf die Kinder und darauf, sie begleiten zu dürfen.“ Das ist freilich nicht ohne Einschränkungen möglich. So gelten in den Einrichtungen strenge Hygieneverordnungen wie Maskenpflicht ab der fünften Klasse außerhalb der Klassenzimmer, regelmäßiges Lüften der Räume oder Trennung einzelner Gruppen auf den Schulhöfen.

Besonderen Herausforderungen müssen sich die Verantwortlichen in Schulen mit Mensen stellen wie etwa in der Johann-Peter-Hebel-Schule in Bruchsal. „Es ist ein hohes Maß an Organisation notwendig“, sagt deren Leiter Gernot Ries. Hilfslinien auf dem Boden weisen auf die Abstandsregel beim Anstehen und beim Essen hin. Warteschlangen sollen vermieden werden, heißt es beim Landeszentrum für Ernährung. Es gibt ferner keine Selbstbedienung am Salatbüfett oder an der Besteckausgabe.

Wir sind auf Kante genäht.
Gernot Ries, Schulleiter Johann-Peter-Hebel-Schule

Wegen der Hygieneregeln werden aber nicht nur zusätzliche Teller und Tabletts benötigt. Auch die Lehrkräfte werden stärker in die Pflicht genommen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten. „Wir sind auf Kante genäht“, sagt beispielsweise Rektor Ries beim Gedanken an die Personalsituation in der Johann-Peter-Hebel-Schule. Nach Angaben des Kultusministeriums stehen wegen der Pandemie landesweit derzeit rund sechs Prozent der Lehrkräfte mit ärztlichen Attesten nicht für den Präsenzunterricht zur Verfügung. Diese Pädagogen sollen von zu Hause online unterrichten.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Unterricht mit unseren Schülerinnen und Schülern.
Andrea Mutter vom Bruchsaler Justus-Knecht-Gymnasium

Die Furcht vor Unterrichtsausfällen treibt Thorsten Uhde, Leiter des Philippsburger Copernicus-Gymnasiums, nicht um. „Wir werden gut ausgestattet starten“, versichert er. Obwohl Uhde mit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr und dem Brand im Bau eins des Gymnasiums im April in jüngster Vergangenheit zwei Rückschläge verkraften musste, teilt er mit seinen Kollegen und Kolleginnen wie Andrea Mutter vom Bruchsaler Justus-Knecht-Gymnasium die Zuversicht für die kommende Zeit in den Klassenräumen und auf den Schulhöfen. „Wir freuen uns auf den gemeinsamen Unterricht mit unseren Schülerinnen und Schülern“, erklärt Mutter.

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