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Staus rund in und um Bruchsal

Sommerzeit ist Baustellenzeit: So sieht es in Bruchsal und der Region aus

Kraftfahrer brauchen diesen Sommer in Bruchsal und der Umgebung gute Nerven.

Kein Durchkommen: Wegen des Baus eines Streifens für Radfahrer ist die Friedrichstraße zwischen Finanzamt und Schönbornplatz für den Verkehr gesperrt. Foto: Heinz Forler

Aus den Worten von Harald Seibert klingt Verdruss. Der Langenbrückener pendelt mehrmals in der Woche zwischen seinem Wohnort und Heidelsheim, um seinen 91 Jahre alten Schwiegervater zu versorgen.

Seit einigen Tagen muss Seibert allerdings deutlich mehr Fahrzeit einplanen; wegen der Vollsperrung der Bundesstraße 3 in Stettfeld, wo eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer gebaut wird, ist er zu kilometerweiten Umwegen gezwungen.

Ich verstehe nicht, warum man die Arbeiten nicht besser koordiniert.
Harald Seibert , Pendler

„Ich verstehe, nicht, warum man die Arbeiten nicht besser koordiniert“, sagt der Langenbrücker auch in Gedanken an die aktuell gesperrte Kreisstraße 3575 zwischen dem Bad Schönborner Ortsteil und Kronau.

Harald Seibert ist einer von vielen Autofahrern, die unter den derzeitigen Behinderungen leiden. In Bruchsal und Umgebung bremst auch in diesen Sommermonaten rund ein Dutzend Baustellen die Verkehrsteilnehmer aus. Die Arbeiten sind „leider unverzichtbar“, um die Infrastruktur in einem „guten, sicheren und leistungsstarken Zustand“ zu erhalten, heißt es bei der Bruchsaler Stadtverwaltung.

Nur rund 150 Meter vom Rathaus am Marktplatz entfernt rollen Bagger über den Asphalt, Arbeiter entsorgen die aufgerissene Fahrbahndecke. Um für einen neuen Radweg Platz zu schaffen, ist die Friedrichstraße zwischen Finanzamt und Schörnbornplatz voraussichtlich bis Monatsende komplett gesperrt. Anschließend geht es am Damianstor weiter, wo die derzeitigen Parkstreifen vorübergehend für den Verkehr genutzt werden sollen.

„Die Zufahrt zum Polizeirevier wird stets möglich sein“, versichert ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Vollsperrung heißt es darüber hinaus derzeit in der Moltkestraße wegen der Sanierung der Brücke über den Saalbach und in der Huttenstraße, in der ein mehrstöckiges Haus entsteht. „Die Ferienzeit ist prädestiniert für Straßenbaumaßnahmen, weil weniger Fahrzeuge unterwegs sind”, betonen Verkehrsexperten.

Geduldsproben auch außerhalb der Kernstadt

Allerdings werden die Autofahrer nicht nur in der Kernstadt auf Geduldsproben gestellt. Nach wie vor unpassierbar sind die Bahnübergänge in Heidelsheim, Helmsheim und Gondelsheim sowie die Verbindung von Huttenheim nach Rußheim; dort soll ab September eine neue Straße parallel zu alten Achse zur Verfügung stehen. Zwischen Hambrücken und Neudorf regelt unterdessen eine Ampel den Verkehr; weil die Brücke über die Bahnschienen erneuert wird, ist die Kreisstraße einspurig.

Besonders Nord-Süd-Pendler werden auch in den kommenden Monaten mehr Fahrzeiten einplanen müssen, obwohl es auf den A5-Behelfsbrücken über die Kammerforststraße und den Saalbachkanal einigermaßen reibungslos läuft. Die Autobahn zwischen Bruchsal und dem Walldorfer Kreuz ist in den Staumeldungen dagegen wegen der Großbaustelle und den Unfällen ein Dauerbrenner.

Das Bauende ist laut Regierungspräsidium Karlsruhe für Sommer nächsten Jahres vorgesehen. Die Folge: Die Kraftfahrer auf der Kreisstraße von Kronau nach Ubstadt - mit Kreisel bei Weiher - brauchen voraussichtlich auch künftig sehr gute Nerven.

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