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Feuerwehr: Keine Gefahr für Bürger

Störung in der Karlsruher Raffinerie MiRO sorgt wohl für Schwefelgeruch im Landkreis

Die Quelle des Gestanks nach faulen Eiern in Bruchsal, Ubstadt, Hagsfeld und Stutensee scheint geklärt: Bei der Raffinerie MiRO hat es wohl eine Störung gegeben. Das zumindest sagt der Kreisbrandmeister. Viele besorgte Bürger hatten sich gemeldet.

Die Feuerwehren im Landkreis Bruchsal sind ausgerückt, um wegen des Gestanks Messungen vorzunehmen. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Es ist ein Geruch nach faulen Eiern: Im nördlichen Landkreis haben an diesem Montag viele Menschen den Gestank wahrgenommen. Nun scheint die Ursache klar. Die Karlsruher Raffinerie MiRO hat laut Auskunft des Kreisbrandmeisters einen Vorfall gemeldet mit der Kategorie der Störfallverordung D1. D1 ist die unterste von vier Kategorien. Dies erklärt Kreisbrandmeister Jürgen Bordt auf BNN-Anfrage. „Es gibt aus unserer Sicht keine Gefährdung für Menschen”, so Bordt. Trotzdem seien die Feuerwehren im Landkreis ausgefahren, um Messungen vorzunehmen.

Unbekannte Stoffe sind freigesetzt worden

Was genau bei der MiRO passiert ist, ist noch offen. Das Unternehmen selbst hat auf BNN-Anfrage eine Anlagenstörung bestätigt. Seit Sonntag werde eine Anlage hochgefahren, dabei gebe es Fackeltätigkeit. Man habe die D1-Meldung herausgegeben. Allerdings kläre das Unternehmen noch, ob das Geschehen tatsächlich zum Geruch von faulen Eiern geführt habe. Die MiRO kündigt für den Abend eine Erklärung an. Die im Karlsruher Stadtteil Knielingen gelegene Mineralölraffinerie Oberrhein ist Deutschlands größte Raffinerie und eigenen Angaben zufolge eine der modernsten und leistungsfähigsten in Europa. Für die Gesellschafter Phillips 66, Esso, Rosneft und Shell veredeln 1.000 Mitarbeiter den Rohstoff Rohöl zu Mineralölprodukten wie Benzin, Diesel, Heizöl, Propylen und Bitumen - rund 14 Millionen Tonnen im Jahr.

Raffinerien arbeiten laut Kreisbrandmeister mit Schwefelverbindungen, möglicherweise sind hier bisher unbekannte Stoffe freigesetzt worden und haben sich mit dem Wind über die gesamte Region ausgebreitet. Die Suche nach der Ursache des Gestanks war schwierig. Weder Polizei noch Rathäuser kannten zunächst die Ursache. Leser aus Forst, aus Ubstadt, aber auch aus Friedrichstal und Hagsfeld hatten den Geruch wahrgenommen. Ebenso im Karlsruher Stadtteil Neureut. Und auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook wurde eifrig gerätselt. Die Bruchsaler Stadtwerke meldeten zumindest: „Wir sind es nicht.” Ebenso die Karlsruher EnBW und die Stadtwerke Karlsruhe.

Kreisbrandmeister Jürgen Bordt Foto: pr

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