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Ho, ho, ho

Dieses Knöllchen kostet null Euro: Germersheim schickt vorweihnachtlichen Gruß an Falschparker

Mit einem Knöllchen in der Adventszeit macht Germersheim von sich reden. Statt 15 Euro Bußgeld gibt es einen Gruß vom Weihnachtsmann. Bürgermeister Marcus Schaile hatte die Idee zur Aktion. Seither steht sein Telefon nicht mehr still.

Diese Knöllchen gibt es bis Weihnachten noch in Germersheim. Sie sollen in Corona-Zeiten den Einzelhandel unterstützen. Foto: Martin Dehof

In Germersheim werden Falschparker noch bis Weihnachten nur verwarnt. „Ho, ho, Ho, das war knapp!“, steht auf dem Ticket. „Auch zur Weihnachtszeit gilt die Straßenverkehrsordnung. „Heute sehen wir von einer Anzeige oder einem Verwarngeld ab“, heißt es weiter.

Seit das besondere Knöllchen ein Germersheimer in den sozialen Medien gepostet hat, steht beim „Erfinder“ der Aktion das Telefon nicht mehr still.

Marcus Schaile, der Bürgermeister Germersheims, wollte dem Einzelhandel und den Kunden in der schwierigen Corona-Zeit etwas Gutes tun.

Wer seine Parkscheibe vergisst oder die Zeit überschreitet, muss keine 15 Euro bezahlen. „Das ist aber kein Freibrief fürs Falschparken“, stellt Schaile klar. Bei tatsächlichen Verstößen, wenn jemand einen Fahrradweg zuparkt oder sein Auto auf einen Behindertenparkplatz oder die Feuerwehrzufahrt stellt, wird’s trotzdem teuer.

Alle anderen zahlen null Euro und bekommen einen freundlichen Gruß: „Ihr Ordnungsamt wünscht eine Frohe Weihnacht und einen guten Rutsch!“

Reaktionen auf die Weihnachtsaktion des Ordnungsamts Germersheim sind positiv

„Wer nur in der Parfümerie länger in der Schlange steht und seine Parkzeit überschreitet, den wollen wir nicht bestrafen“, erklärt Schaile. Vielmehr gelte es den örtlichen Einzelhandel zu stützen.

Seit Montag läuft die Aktion, und sie gilt noch bis zum 24. Dezember. Die Reaktionen seien positiv. „Das ist doch mal eine sehr nette Überraschung“, kommentiert ein ertappter Falschparker auf Facebook.

Wie viel Bußgeld der Stadt Germersheim so entgehen, sei nicht zu beziffern, erklärt der Bürgermeister auf Nachfrage unserer Redaktion.

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