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Schockierende Ereignisse

Untergrombach im Jahr 1933: Wie sich ein Dorf gegen das Nazi-Regime wehrte

Die Mehrheit in Untergrombach hatte 1933 nicht die NSDAP gewählt. Trotzdem hissten SA-Schergen die Hakenkreuzflagge auf dem Rathaus. Als sich das Dorf wehrte, wurden die Bürger attackiert.

Düstere Zeiten: Das Bild aus dem Archiv des Heimatvereins zeigt das alte Rathaus Untergrombachs in der Nazi-Zeit – mit den Flaggen, die zunächst verhindert wurden. Foto: Martin Lauber

Als 1933 Hitlers NSDAP an die Macht kam, waren seine Unterstützer wie entfesselt. Und so traf der Furor der sogenannten SA, der „Sturmabteilung“ auch die Untergrombacher. Die SA war eine militante Vorfeldorganisation der NSDAP, die unter der Leitung Ernst Röhms stand.

In ganz Deutschland sorgten ihre Mitglieder in paramilitärischen Verbänden für Unruhen, häufig kam es zu Straßenkämpfen mit Kommunisten oder aber, wie in Untergrombach, mit ganz normalen Bürgern. Besonders ein Ereignis kurz nach der Reichstagswahl, das am 5. März 1933 stattfand, hat sich in die Untergrombacher Geschichte eingebrannt.

Bei der Reichstagswahl 1933 zeigte sich in Deutschland eine klare Tendenz. Die NSDAP wurde mit 44 Prozent der Stimmen gewählt, die SPD war die zweitstärkste Partei mit 18 Prozent. In Untergrombach zeigte sich dagegen ein grundsätzlich anderes Bild. Für die katholisch geprägte Zentrumspartei stimmten ungefähr doppelt so viele Menschen, wie für die Nationalsozialisten.

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