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Elferrat im Mini-Format

Video-Hit: Playmobil-Figuren ersetzen den echten Elferrat in Bruchsal-Obergrombach

„Ein bisschen Spaß verbreiten“ wollte Patrick Lindenfelser aus Obergrombach. Und das machte er. Er schickte einen Faschingsumzug auf die Reise, wie ihn sein Heimatort und vielleicht auch die Welt noch nicht gesehen hat.

In Obergrombach unterwegs: Das närrische Treiben zieht über die Gondelsheimer- und die Hauptstraße. Foto: Nicolai Paulus

Im Mini-Format düst ein Elferrat durch Obergrombach: Auf einem ferngesteuerten Anhänger stehen Playmobil-Narren in blauem Umhang und mit rot-weiß-blauen Hüten. Sie stürmen ein Bierkasten-Rathaus und vergnügen sich an Stehtischen in einem „Hummelstall“ aus Pappe. Schließlich nehmen die Plastik-Jecken die Querdenker aufs Korn und schreien per Plakat nach der Anti-Corona-Spritze.

Wenn schon kein Umzug im Original, dann wenigstens als Video, dachte sich Patrick Lindenfelser. „Ich wollte einfach ein bisschen Spaß verbreiten“, sagt er. Und das ist ihm gelungen. Er selbst ist zwar nicht im Elferrat, kann die Jecken nach eigenem Bekunden „aber gut leiden“.

Schnell begeisterte Lindenfelser einige Mitstreiter für seine Idee. Eine Bekannte verwandelte die Spielfiguren mithilfe von Stoff in einen stilechten Elferrat. Andere bemalten den Anhänger, sangen ein Lied oder filmten das Spektakel. Damit ging der kleine Umzug auf die Reise.

Längst fährt der Mini-Elferrat nicht mehr nur durch Obergrombach. Vielmehr verbreitet sich das Video im Internet. Angefangen hat es mit einer einzigen WhatsApp, die Lindenfelser an eine Gruppe schickte. „Alle waren sofort begeistert“, erzählt er. „Innerhalb von zwei Stunden bekam ich 200 Rückmeldungen.“

Mit Blick über Obergrombach: Der Mini-Elferrat fährt auch über Lindenfesers Terrasse. Foto: Nicolai Paulus

Inzwischen schauen sich Wildfremde den Obergrombacher Fasching im Kleinstformat auf YouTube an. Über den Erfolg ist Lindenfelser selbst überrascht: „Dass das gut ankommt, habe ich mir schon gedacht. Aber ich habe nicht erwartet, dass das so bombe einschlägt.“

Das Material für diese Idee verdankt Lindenfelser übrigens einem Achillessehnenriss vor einem halben Jahr. „Wegen der Krücken hatte ich keine Hand frei, um meinen Kaffee von der Küche zur Terrasse zu bringen“, erzählt er. „Dafür habe ich mir dann diesen Bulldog mit Anhänger gekauft.“

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