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Markantes Industriedenkmal

53 Meter hohe Türme der früheren Zuckerfabrik Waghäusel werden jetzt „abgenagt“

Die letzten Monate eines Industriedenkmals sind angebrochen. In Waghäusel verschwinden zwei markante Landmarken. Die 53 Meter hohen Zuckersilos bei der Eremitage werden von oben nach unten abgenagt.

Noch stehen die Zuckersilos von Waghäusel: Der eigentliche Abriss mit einem Bagger soll in diesen Tagen beginnen. Zunächst wurde die äußere Styroporschicht abgeschält. Dazu wurden Gerüste aufgestellt, wie die Aufnahme vom August 2020 zeigt. Foto: Martin Heintzen

Noch stehen die 53 Meter hohen ehemaligen Zuckersilos in Waghäusel. Doch nachdem die verputzte Styroporschicht in den vergangenen vier Monaten abgeschält wurde, wofür Gerüste ums Bauwerk wanderten, geht es nun an den eigentlich Abriss des Industriedenkmals nahe dem Schlösschen Eremitage.

Schon vorige Woche war in der Großen Kreisstadt angekündigt worden, dass sich Bagger an den Beton wagen, ohne dass das umgesetzt wurde. Der ersten Abrissarbeiten sind aber nun für die letzten Septembertage vorgesehen, sagt Catrin Ehrlich, die Leiterin des Hochbauamts Waghäusel. Die Spezialfirma wird sich ans Abnagen der jeweils zwei Hüllen pro Silo machen.

Die Arbeiten sollen dem Zeitplan entsprechend bis zum Januar dauern. Eine Entsorgung der Turmreste sowie die Beseitigung der Bodenplatten gehören ebenfalls zum rund 1,2 Millionen Euro teuren Auftrag. Die Silos aus dem Jahr 1970 wurden bis 2004 von der Firma Südzucker genutzt. Die Produktion von Zucker aus Zuckerrüben wurde in Waghäusel aber schon 1995 eingestellt. Bis zu 1.000 Menschen arbeiteten in der traditionsreichen Fabrik, die sich rund um das Schlösschen Eremitage seit 1837 angesiedelt hatte. Jeweils ab Oktober brachten Landwirte die Rüben nach Waghäusel, wo bis zum Ende des Winters Tag und Nacht gearbeitet wurde.

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