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Pläne im Gemeinderat vorgestellt

Ausbau der Bahnstrecke Mannheim-Karlsruhe: Gütertrasse neben Schnellbahn wird zu teuer

Die Bahn hat die Ausbaupläne für die Trasse Mannheim-Karlsruhe jetzt in Waghäusel vorgestellt. Die Streckenführung entlang der A5 wird demnach noch geprüft - stecke aber in den Kinderschuhen.

Eine Linienführung der neuen Gütertrasse entlang der Schnellbahnstrecke scheint nicht mehr weiterverfolgt zu werden. Foto: Kurt Klumpp

Auf Antrag der CDU-Fraktion war das in der Region vieldiskutierte Thema der geplanten Güterverkehrs-Trasse auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Waghäuseler Gemeinderats gekommen. Anwesend war auch Stefan Geweke, verantwortlicher Leiter des Bahnprojekts zwischen Mannheim und Karlsruhe.

„Wir erhalten heute Informationen aus erster Hand“, lobte Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler (SPD) zu Beginn der Sitzung in der Rheintalhalle. Auch Gerd Hager, Verbandsdirektor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO), fand anerkennende Worte: „Es ist ein toller Prozess, dass sich die Bahn von Anfang an in die Karten schauen lässt.“

Hager sagte ebenfalls: „Jetzt ist die beste Zeit, Bedenken gegen die zwischen Mannheim und Karlsruhe geplante Bahntrasse einzubringen.“

„Wir befinden uns erst am Anfang der Planungen“, betonte Geweke. Die bisherigen Grobkorridore sollen bis nächstes Jahr auf fünf bis sechs 200 Meter breite Linienkorridore reduziert werden, ehe dann in 2023 eine mögliche Variante vorgeschlagen werden soll. Erst danach beginne das zeitintensive Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren.

Bündelung der neuen Güterstrecke mit der Schnellbahntrasse ist vom Tisch

Denkbar sei ein Ausbau der vorhandenen Strecke oder ein Neubau links- oder rechtsseitig des Rheins, wobei mit dem Beginn der Baumaßnahme kaum vor dem Jahr 2030 zu rechnen sei. Nicht mehr weiterverfolgt werde die Idee einer Bündelung der neuen Güterstrecke mit der Schnellbahntrasse, auch weil die Überquerung der Wagbachniederung technisch sehr anspruchsvoll sei.

Auf Nachfrage von CDU-Sprecher Uli Roß hieß es, dass die von seiner Fraktion präferierte Streckenführung entlang der A5 bei der Planung noch in den Kinderschuhen stecke.

Befürchtet wird in der Großen Kreisstadt eine Linienführung nahe der Wohnbebauung in den Stadtteilen Waghäusel und Wiesental. „Dies sei keine Option“, sagten neben Uli Roß auch SPD-Fraktionschef Roland Herberger, DU-Sprecher Roland Liebl sowie Jan Patrick Schuhmacher von der Jungen Liste. Er monierte auch, dass eine Linienführung über Trinkwassergebiete von Waghäusel, Oberhausen und Kronau führe.

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