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Schwurgericht Karlsruhe

Jetzt beginnt der Prozess gegen die mutmaßlichen Gleisschubser von Waghäusel

Die Waghäuseler Tat hat viele schockiert: Zwei Männer sollen einen anderen Mann scheinbar ohne Grund vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Nun stehen die Brüder vor Gericht.

Tatort Bahnhof Waghäusel: Hier wurde am 28. Juli ein Mann vom Zug erfasst und schwer verletzt. Die mutmaßlichen Täter sitzen in Untersuchungshaft. Foto: Kurt Klumpp

Vier Prozesstage hat die Schwurgerichtskammer am Landgericht Karlsruhe für den Fall angesetzt: Zwei Männer müssen sich dort ab 31. März wegen versuchten Mordes verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, einen 54-jährigen Mann im Juli 2020 am Bahnhof Waghäusel vom Bahnsteig aufs Gleis gestoßen zu haben.

Nur mit viel Glück konnte sich das Opfer vor dem herbeifahrenden Zug retten. Der Mann überlebte schwer verletzt.

Das Landgericht hat zwölf Zeugen und zwei Sachverständige geladen, die Licht ins Dunkel dieses Falles bringen sollen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatten den dringenden Tatverdacht erhärtet, das Gericht erließ daraufhin vor wenigen Wochen Anklage gegen die beiden Brüder.

Ihnen unterstellt die Staatsanwaltschaft Heimtücke, da das Opfer wahrscheinlich wehrlos war und von hinten angegriffen wurde. Daher erklärt sich auch die Einordnung als versuchter Mord. Ob das Bestand haben wird, wird die Hauptverhandlung zeigen.

Bis dahin werden die mutmaßlichen Täter weiterhin in Untersuchungshaft sitzen. Sie wurden kurz nach der Tat geschnappt und befinden sich seither im Gefängnis. Ihnen droht nun eine mehrjährige Haftstrafe.

Nach dem 31. März geht es in der Hauptverhandlung am 19. und 22. April weiter. Mit einem Urteil kann -Stand 8. März - am 23. April gerechnet werden.

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