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Ernüchterndes Fazit

Nur wenige Besucher bei Premiere des After-Work-Shoppings in Waghäusel-Kirrlach

Anstelle eines verkaufsoffenen Sonntags fand in Kirrlach am Samstag erstmals ein After-Work-Shopping statt. Das Fazit der Premiere war allerdings ernüchternd, denn es kamen nur wenige Besucher auf die Einkaufsmeile.

Auf zwei Rädern unterwegs: Bernd Essert (rechts) vom RV Kirrlach betreute in einer Seitenstraße einen Fahrrad-Geschicklichkeitsparcours für Kinder. Foto: Kurt Klumpp

Aus Kirchweih wurde Kerwe und aus einem kirchlichen Fest ein Rummel mit möglichst vielen Fahrgeschäften und Buden. Weil das Kerwe-Fest mit Box-Auto und Karussell auf dem Kirrlacher Schlossplatz von den Veranstaltern wegen der Corona-Auflagen abgesagt wurde, konnte aus rechtlichen Gründen auch der immer am zweiten Oktober-Wochenende durchgeführte verkaufsoffene Sonntag der Vereinigung der Selbstständigen (VdS) Kirrlach nicht stattfinden.

Doch die Dachorganisation des örtlichen Handels zeigte Kreativität und hatte am vergangenen Samstag erstmals zum After-Work-Shopping eingeladen.

Darauf hatten sich die Einzelhandelsgeschäfte in der für den Autoverkehr gesperrten Waghäuseler Straße vorbereitet und ließen ihre Läden bis 18 Uhr geöffnet. Das Fazit der Premiere war allerdings ernüchternd. Trotz schönstem Herbstwetter war der Besucherandrang auf der Kirrlacher Einkaufsmeile überschaubar.

Zum vierten Mal in Folge kein verkaufsoffener Sonntag in Waghäusel

„Die Frequenz war mit einem verkaufsoffenen Sonntag nicht zu vergleichen“, resümierte Jessica Simon, Inhaberin des Kinderladens „Emil und Greta“. Sie reklamierte auch, dass der verkaufsoffene Sonntag nun bereits zum vierten Mal in Folge ausgefallen sei.

„An einem solchen Tag kommen viele Besucher auch aus den umliegenden Gemeinden, wobei wir oft an einem Sonntag so viel Umsatz gemacht haben wie in einem ganzen Monat“, blickte sie zurück. Zum After-Work-Shopping am Samstag hatte das Kindermodengeschäft sogar eine Hüpfburg aufgebaut.

Nicht jeder zeigt Verständnis

Kein Verständnis hatte der Seniorchef der Sportagentur Kircheis, weil am Samstag die Waghäuseler Straße teilweise gesperrt war. „Dadurch hatten wir weniger Umsatz als an einem normalen Samstag“, sagte er.

Zweckoptimismus zeigte die Inhaberin von „Sabine-Moden“. „Wir haben das Beste daraus gemacht“, gab Sabine Müller zu verstehen. Dabei sprach sie auch von einer entspannten Situation und der Möglichkeit die Corona-Vorgaben einzuhalten.

Vollen Einsatz hatte Bernd Essert vom Radfahrverein 1898 Kirrlach gezeigt. Er betreute in einer Seitenstraße ein Geschicklichkeitsparcours für radfahrende Kinder. Gut besucht waren bei spätsommerlichen Temperaturen Marcos Grillwagen, der Biergarten „Am Kreuz“ sowie eine Eisdiele in der Waghäuseler Straße.

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