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Wiesentaler Retter suchen eine neue Bleibe

THW sucht neue Räume in Waghäusel

Die Helfer des Technischen Hilfswerks mieten seit Jahrzehnten eine Halle in Wiesental. Die ist nun zu klein und entspricht nicht mehr den Anforderungen. Jetzt sucht das THW neue Räume in Waghäusel.

Die Unterkunft des THW-Ortsverbandes Waghäusel.
Die Unterkunft des THW-Ortsverbandes Waghäusel platzt aus allen Nähten und entspricht nicht mehr den heutigen Erfordernissen. Foto: Kurt Klumpp

Die Halle des Technischen Hilfswerks (THW) in Waghäusel stößt an ihre Grenzen. Das Gebäude im Ortsteil Wiesental wurde 1985 von einem örtlichen Unternehmer gebaut und ist seitdem an den THW-Ortsverband vermietet. Doch jetzt reicht der Platz nicht mehr, und auch die Elektrik und die Sozialräume entsprechen nicht mehr den modernen Anforderungen. Darauf hat der Waghäuseler THW-Ortsbeauftragte Stefan Försching aufmerksam gemacht.

1968 wurde die Einrichtung in Wiesental zu einem eigenständigen Ortsverband des THW ernannt. Nach mehreren Interimslösungen bei der Unterbringung in einer ehemaligen Fabrikhalle, der alten Milchzentrale oder in der Halle beim Friedhof zog man 1985 in die Halle im Wiesentaler Gewerbegebiet ein. Der heutige THW-Ortsverband Waghäusel mietet das Gebäude seitdem.

Seit 39 Jahren dient diese Halle dem THW als Unterkunft und stößt trotz Anmietung benachbarter Räumlichkeiten an ihre Grenzen. Nicht nur wegen der Größe, sondern auch aufgrund notwendiger Investitionen im Elektrobereich sowie vorgeschriebener Veränderungen in den Sozialräumen.

Ins Gespräch kam das Thema durch eine Anmerkung im Waghäuseler Gemeinderat bei der Beschlussfassung über die künftige Nutzung des Gewerbeparks Eremitage (die BNN berichteten): Damals wurde angekündigt, dass auch das THW Waghäusel einen neuen Standort suche.

THW-Ortsverband möchte in Waghäusel bleiben

Dies bestätigt der Waghäuseler THW-Chef Stefan Försching: „In unserer aktuellen Unterkunft sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Ein Neubau wäre mit Hilfe eines Investors denkbar, wenn sich ein geeignetes Grundstück finden lässt.“ Dabei weist er darauf hin, dass der Ortsverband wegen seiner Heimatverbundenheit gerne in der Großen Kreisstadt ansässig bleiben würde.

Die Hoffnung liegt auf einem städtischen Grundstück bei der Eremitage, das sich nach dem jüngsten Ratsbeschluss außerhalb einer Wohnbebauung befindet. „Ein kolportierter Zusammenschluss der beiden Ortsverbände Waghäusel und Oberhausen-Rheinhausen stand nie zur Debatte und würde das Platzproblem auch nicht lösen“, lässt Stefan Försching außerdem wissen.

Bestätigen konnte er jedoch, dass es schon einmal Überlegungen gab, für beide Ortsverbände in direkter Nachbarschaft Neubauten anzustreben. „Aus diversen Gründen haben wir uns aber gemeinsam dagegen ausgesprochen und legen weiterhin unser Augenmerk auf eine enge Zusammenarbeit.“

In Oberhausen-Rheinhausen legt das THW einen anderen Schwerpunkt

Dies bestätigen auch Oberhausens Ortsbeauftragter Andreas Horn sowie sein Vorgänger Gerhard Machauer. Schließlich haben beide Ortsverbände unterschiedliche Schwerpunkte. „Oberhausen-Rheinhausen betreut die Fachgruppe Wassergefahren und wir in Waghäusel die Fachgruppe Räumen“, erläutert Försching die Aufgaben. Während die einen Boote und Pontons zur Rettung von Menschen und Tieren haben, beseitigen die anderen mit ihren Baggern und Radladern Hindernisse und Trümmer.

Mit 45 Helfern in Waghäusel und 46 in Oberhausen-Rheinhausen ist die Zahl der Aktiven fast identisch. Die THW-Ortsgruppe in der benachbarten Doppelgemeinde konnte 2012 ihre von einem Investor gebaute neue Unterkunft beziehen und erfährt seitdem einen starken Aufschwung.

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