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Politischer Streit in Bruchsal

Wahlplakate beklebt: SPD-Politikerin Nohl zeigt AfD-Mann Balzer an

SPD-Plakate in Bruchsal-Helmsheim wurden mit AfD-Aufklebern und Luftballons versehen. Die SPD-Kandidatin für den Landtag, Alexandra Nohl, hat einen Verdacht – und Anzeige erstattet.

AfD auf SPD: Diese Aufkleber sind auf Plakaten der SPD-Landtagskandidatin Alexandra Nohl in Helmsheim aufgetaucht. Die Polizei wird nicht ermitteln. Foto: pr

Wer hat SPD-Wahlplakate in Bruchsal-Helmsheim mit AfD-Aufklebern und blauen AfD-Ballons versehen? Die SPD-Kandidatin Alexandra Nohl hat einen Verdacht: ihr Konkurrent Rainer Balzer.

Zeugen hätten ihn und zwei unbekannte Männer dabei beobachtet, „am helllichten Tag.“ Sie seien sogar mit einem AfD-Auto vorgefahren.

Zumindest die Aufkleber können der AfD zugeordnet werden. „Für ein starkes Baden-Württemberg. AfD-Landtagsfraktion“, steht darauf. Es handelt sich dabei um ein offiziell von der Partei verwendetes Logo.

AfD-Politiker Balzer bestreitet Aufkleber-Aktion

AfD-Landtagsabgeordneter Rainer Balzer, auf den Vorfall angesprochen, verneint: „Das halte ich für ein Gerücht.“ Er habe keine SPD-Plakate beklebt, noch kenne er andere Parteimitglieder, die solches getan hätten, sagt er. Dass AfD-Wahlkämpfer auch in Helmsheim unterwegs waren, bestätigt er.

Vielmehr aber beklage seine eigene Partei selbst massive Schäden an Plakaten. Außerdem hätten Jusos AfD-Plakate mit eigenen provokanten Plakaten „ergänzt.“ Unter dem Titel „Störplakate für die soziale Gerechtigkeit“ hatten Jusos im gesamten Landkreis provokante Zusätze angebracht.

Ballons am Plakat: Unbekannte haben in Helmsheim die SPD-Werbung mit AfD-Ballons ergänzt. Foto: pr

Die Aufkleber auf Nohl-Plakaten haben nun auch die Polizei beschäftigt. Nohl hatte Anzeige gegen Balzer erstattet. Da die Aufkleber aber „rückstandsfrei“ und ohne Beschädigung entfernen werden konnten, lief die Anzeige ins Leere.

Es liege keine Sachbeschädigung vor, teilt die Staatsanwaltschaft der SPD-Kandidatin mit. Nohl reagiert gelassen. Sie ärgert sich allerdings über weitere echte Sachbeschädigungen, von Unbekannten zerschnittene oder verunstaltete Werbung.

Ähnliches hatte bereits die AfD berichtet. Dieses Problem beschäftigt aber wohl alle Parteien.

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