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Ein würdevoller Abschied

Wo Sternenkinder in Bruchsal ihre letzte Ruhe finden

Bei Babys, die tot zur Welt kommen, spielt das Geburtsgewicht eine entscheidende Rolle: Unter 500 Gramm besteht keine Bestattungspflicht. Betroffene Eltern möchten sich von ihren Sternenkindern trotzdem würdevoll verabschieden. In Bruchsal ist das möglich.

Ein Ort zum Trauern und Geschenke niederlegen: das Kleinstkindergrab auf dem Friedhof Bruchsal Foto: Irmgard Duttenhofer

„Mensch von Anfang an.“ Dieser Satz fühlt sich für Karin Donner-Eißler stimmig an. Vor Jahren verlor sie ihr Kind in einem frühen Stadium der Schwangerschaft, als es gerade 500 Gramm wog. Ihr Sohn wurde im Mutterleib zum Sternenkind.

Das ist kein offizieller Begriff für einen kleinen toten Körper, sondern eine liebevolle Bezeichnung für Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt versterben. Manchmal werden sie auch Schmetterlingskinder oder Stillgeborene genannt.

Welche Rolle das Geburtsgewicht spielt, wurde der verwaisten Mutter erst später bewusst. Babys unter 500 Gramm sind offiziell Fehlgeburten und wurden früher „mit dem Klinikmüll entsorgt“. Ihr Tod wurde nicht beurkundet, also gab es auch keinen Totenschein und damit war eine Beisetzung ausgeschlossen.

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