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Modernisierung geplant

Zukunft gesichert: Aus Real-Markt in Bruchsal-Heidelsheim wird „mein real“

Zuletzt war das „Einkaufserlebnis“ nicht mehr so prickelnd, wie Real-Kunden aus Bruchsal-Heidelsheim berichten. Ab 1. Juli soll im Markt an der B35 aber Aufbruchstimmung herrschen. Unter dem Namen „mein real“ wollen die neuen Eigentümer kräftig investieren.

Das Bangen um den Großmarkt dauerte fast zwei Jahre. Der Markt hat ein großes Einzugsgebiet. Nun soll es ab 1. Juli unter dem Namen „mein real“ weitergehen. Foto: Martin Heintzen

Die Hängepartie war für die Mitarbeiter lang und schwierig: Als die Nachricht kam, dass die Supermarkt-Kette real zerschlagen werden sollte, bangten auch die Heidelsheimer monatelang um ihren Markt und ihren Arbeitsplatz.

Seit Januar steht bereits fest: Der Markt bleibt erhalten. Nun wird es ab 1. Juli konkret. Aus real wird „mein real“. Dies teilt die Geschäftsleiterin Petra Pfingstl-Frank mit.

Kräftige Investitionen geplant

„Für den Standort Bruchsal wurden umfangreiche Modernisierungsinvestitionen beschlossen“, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. Wie hoch die Summe genau ist, bleibt aber vorerst geheim. Auf BNN-Anfrage gab es am Freitag keine Antwort. Ebenso zur Frage, wie viele Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Im Januar war das Aufatmen in Heidelsheim bereits groß: Da wurde bekannt, dass der verkehrsgünstig gelegene Vollsortimenter an der B35 zu den 64 Märkten gehört, die der Investor SCP weiterverkaufen wird.

Ab Juli gehört der Heidelsheimer Markt nun auch offiziell dem Family Office der Unternehmerfamilie Drs. Tischendorf sowie einem Team von real-Managern.

64 Filialen heißen künftig „mein real“

Unter dem Namen „mein real“ werden deutschlandweit 64 Märkte weitergeführt, darunter der in Karlsruhe-Bulach und einer in Bühl. Die SCP Retail Investments hatte die marode Kette Real Anfang 2020 von der Metro-Gruppe übernommen. Seither gab es ein großes Ringen und Geschacher um die Märkte. Damals arbeiteten noch an die 100 Menschen in Heidelsheim. Für sie begannen bange Zeiten.

Einige Wettbewerber stiegen ein und sicherten sich gute Standorte. So ist der Markt in Karlsruhe-Durlach an der A5 mittlerweile ein Kaufland. Auch Edeka und Globus haben Filialen übernommen. Heidelsheim stand derweil lange auf der Kippe.

Dort will man nun unter neuer Führung und mit neuem Namen am 1. Juli loslegen. Drei Jahre lang wolle man investieren und auch das Sortiment erweitern, kündigen die neuen Betreiber an.

Zuletzt viele unzufriedene Kunden

Zuletzt, so berichteten Kunden, war der Markt arg in die Jahre gekommen. Weite Wege musste man mit seinem Leergut etwa zum neu integrierten Getränkemarkt zurücklegen. „Von den sieben oder acht Kassen sind meistens nur zwei besetzt, was zu langen Wartezeiten führt“, berichtet ein Kunde gegenüber der Rundschau.

Künftig wolle man „ein modernes Einkaufserlebnis“ bieten, wirbt die neue Geschäftsleiterin Petra Pfingstl-Frank.

Ihr Fokus liege auf den Frischeabteilungen, auf Obst und Gemüse, frischen Backwaren sowie Theken für Fleisch, Wurst und Käse. Auch das Angebot an Bioprodukten und regionalen Waren soll in Heidelsheim ausgebaut werden. Man profitiere zudem von einer Kooperation mit der Rewe-Group.

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