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Immunisierung vor Ort

Impfwillige über 80: Wie viele Senioren nehmen das kommunale Angebot für Corona-Impfungen an?

Die Terminbuchung in den Impfzentren ist vielen Senioren zu umständlich. Entsprechend gut wurde die Alternative – eine Immunisierung vor Ort – angenommen. Bürgermeister durften sich auch über nette Briefe von Geimpften freuen.

Die Bruchsaler Oberbürgermeistern Cornelia Petzold-Schick bei einer Impfung durch mobile Impfteams in der Bundschuhhalle in Untergrombach. Foto: Daniela Leppert/Pressestelle Stadt Bruchsal

Die Stimmung in der Bundschuhhalle in Untergrombach ist durchweg positiv. Alle, die gekommen sind, wollen mit der Impfung, die sie an diesem Donnerstag erhalten, einen Schritt in Richtung Normalität machen. „Es muss jetzt mit den Impfungen vorangehen, damit wir mittel- und langfristige Öffnungsperspektiven haben.

Deshalb habe ich in Abstimmung mit dem Landrat mobile Impfteams als zusätzliches Angebot organisiert, um allen Personen, die 80 Jahre und älter sind, ein Impfangebot machen zu können“, sagt Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (parteilos), die am Vormittag selbst in Untergrombach vor Ort ist, um sich ein Bild zu machen.

Bereits am 8. und 9. April waren Mobile Impfteams (MIT) in Bruchsal unterwegs, um ein zusätzliches Angebot zu den Impfzentren zu schaffen. Der Termin in der Bundschuhhalle war also schon der dritte binnen einer Woche in der Stadt. Von den Beteiligten gab es dafür viel Lob.

Die Begleitperson einer Impfwilligen sagte: „Es war eine super Aktion der Gemeinde, die Bürger anzuschreiben. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Bei manchen brach es sogar die letzte Überwindung: „Mein Sohn musste anfangs Überzeugungsarbeit leisten, aber nach dem Angebot durch die Oberbürgermeisterin war für mich klar, dass ich mich impfen lassen möchte“, teilt eine andere Frau mit.

Der persönliche Kontakt gibt oft den Ausschlag

Auch Petzold-Schick ist sich sicher, dass ein ausschlaggebender Punkt für die Impfbereitschaft der persönliche Kontakt der Gemeinde zu den Bürgern war. Das stimmt sie auch für die nun parallel gestarteten Impfungen bei den Hausärzten positiv. „Der Kontakt zwischen den Patienten und dem Hausarzt wird Sicherheit für die Impfung geben“, hofft die Oberbürgermeisterin: „Die bereits Geimpften können zu einer Art Multiplikator werden, da sie von den positiven Erfahrungen berichten und ihre Mitmenschen überzeugen können.“

Auch das Landratsamt zeigt sich hochzufrieden mit der Aktion, die inzwischen alle Gemeinden im Landkreis, teilweise sogar mehrfach, in Anspruch genommen haben. Mithilfe eines mobilen Impfteams werden pro Tag zwischen 70 und 100 Impfungen vor Ort gemacht. Ein MIT besteht aus einem Arzt, einem Fahrer, einer medizinischen Fachkraft und dem Hilfspersonal der Gemeinden.

Umgekehrt sind auch die Gemeindeverwaltungen positiv gestimmt, was das mobile Impfen angeht. „Die Erfahrung vor Ort ist durchweg positiv. Die Menschen sind dankbar für das Test- und Impfangebot der Gemeinden“, sagt die Leiterin der Pressestelle Forst, Andrea Bacher-Schäfer. Die Koordination mit dem Landratsamt Karlsruhe und den MIT verlaufe hervorragend und reibungslos, berichtet sie.

Spitzenreiter beim mobilen Impfen ist Waghäusel

Rund ein Viertel aller Einwohner über 80 Jahren konnten auf diesem Weg den Schutz gegen das Coronavirus erhalten. Ähnlich hoch liegen die Quoten auch in vielen anderen Gemeinden wie Bad Schönborn und Östringen. Hinzu kommen diejenigen, die selbst oder über Angehörige einen Termin in den Impfzentren gebucht hatten. In Forst müssten damit so gut wie alle Senioren in dieser Altersgruppe geimpft sein.

Spitzenreiter im nördlichen Landkreis beim mobilen Impfen war die Stadt Waghäusel, in der sogar 33 Prozent der Ü80-Jährigen ihre Injektion vor Ort erhalten haben. „Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Angebot für die über 80-Jährigen machen konnten und haben auch von der Bevölkerung sehr große Dankbarkeit gegenüber den Mobilen Impfteams gespürt“, berichtet Katarina Blattner aus dem Fachbereich Mensch und Gesellschaft bei der Stadtverwaltung.

Eine Erfahrung, die auch andernorts gemacht wurde, wie der Brief eines Seniors an den Philippsburger Bürgermeister Stefan Martus (ULi) zeigt. Verbunden mit einem herzlichen Dank heißt es darin: „Dass Sie uns, den Rentnern und Senioren im gehobenen Lebensalter, das Impfen gegen Covid-19 in unserer unmittelbaren Umgebung so problemlos und angenehm ermöglicht haben, hat mich und meine Familie sehr gefreut!“

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