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Chelsea an Alber interessiert

Warum die Bundesliga-Fußballerinnen der TSG Hoffenheim trotz Rückschlägen auf Kurs sind

Für die Bundesliga-Fußballerinnen der TSG Hoffenheim ist die Champions League in Reichweite. Allerdings gab es in dieser Saison immer wieder Rückschläge. An welchen Stellschrauben Trainer Stephan Lerch im neuen Jahr drehen will.

Spielerinnen der TSG 1899 Hoffenheim jubeln über ein Tor.
Großer Jubel bei den Fußballerinnen der TSG 1899 Hoffenheim nach dem Treffer zum 2:0 in der Bundesliga gegen RB Leipzig. Foto: Oliver Zimmermann/Imago Images

Als Schiedsrichterin Anna-Lena Heidenreich die Pfeife in den Mund nahm und die Partie abpfiff, war die Erleichterung bei den Bundesliga-Fußballerinnen der TSG Hoffenheim groß. Die Spielerinnen fielen sich in die Arme. Mit 2:1 (1:0) siegte die Mannschaft am vergangenen Wochenende gegen RB Leipzig. Frau des Spiels war Marta Cazalla, die beide Treffer erzielte.

Für die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch war es das letzte Spiel in diesem Kalenderjahr. „Jetzt gehen wir mit den drei Punkten in die Winterpause, das ist ein gutes Gefühl“, sagte Lerch. Vor der Partie hatte er versprochen, dass die Spielerinnen „alles raushauen“ wollen. Tatsächlich kontrollierten die Badenerinnen über weite Strecken die Partie und fuhren einen verdienten Erfolg ein.

Hoffenheim mit Verletzungssorgen

Darüber, dass nun eine Pause ansteht, dürfte sich bei den Badenerinnen niemand beklagen. Die vergangenen Wochen gab es für das Lerch-Team immer wieder Rückschläge. Personell fehlten zuletzt verletzungsbedingt Fabienne Dongus, Melissa Kössler, Isabella Hartig, Michaela Specht, Chiara D’Angelo und Mara Alber.

Zudem stimmten die Ergebnisse zuletzt nicht. Vor der Partie gegen Leipzig gelang der TSG in drei Heimspielen kein Sieg. Hinzu kam die Niederlage bei Eintracht Frankfurt, wo die Hoffenheimerinnen in vielen Belangen enttäuschten. Danach nahm Lerch die Mannschaft in die Pflicht.

Enges Rennen in der Fußball-Bundesliga der Frauen

Deshalb kann der Erfolg gegen RB als Befreiungsschlag gewertet werden. In der Tabelle liegt die Lerch-Mannschaft mit 17 Zählern auf Rang vier und drei Punkte hinter Eintracht Frankfurt. Somit deutet sich abermals ein Zweikampf mit den Frankfurterinnen um den Rang in der Champions League an. Zum Spitzenreiter VfL Wolfsburg sind es acht Zähler Rückstand.

Allerdings ist die Tabelle nach zehn Partien deutlich enger gestrickt als in der Vergangenheit. Zwischen Hoffenheim und dem Tabellenachten SC Freiburg liegen nur fünf Zähler. Die TSG und SGS Essen trennt derzeit nur das Torverhältnis und auch Bayer Leverkusen liegt mit 16 Punkten in Lauerstellung. „Es überrascht mich schon, dass es so eng zugeht“, sagt Lerch. Gleichzeitig sei es ein Zeichen, dass die Liga deutlicher spannender sei.

Hoffenheim nach gutem Saisonstart mit Problemen

Auch wenn die Saison einer Achterbahnfahrt gleicht, ist Lerch mit dem bisherigen Verlauf nicht unzufrieden. In der Liga ist die Königsklasse in Reichweite und im DFB-Pokal geht es Anfang März im Viertelfinale gegen Wolfsburg. Zum Saisonstart fertige die TSG den MSV Duisburg mit 9:0 ab.

Insgesamt blieben die Badenerinnen in den ersten fünf Partien ohne Niederlage. Danach begann der Motor zu stottern. „Wir haben immer wieder betont, dass wir die nächsten Schritte gehen wollen. Da gehört auch dazu, Rückschläge zu verarbeiten“, sagt Lerch.

Wir haben immer wieder betont, dass wir die nächsten Schritte gehen wollen. Da gehört auch dazu, Rückschläge zu verarbeiten.
Stephan Lerch
Trainer TSG Hoffenheim Frauen

TSG-Trainer Lerch bemängelt zu viele Fehler

Er macht aber keinen Hehl daraus, dass zuletzt zu viele Fehler unterlaufen seien. Dadurch mache es sich die Mannschaft selbst schwer. Vor allem in diesem Bereich gelte es laut Lerch nach der Winterpause an den Stellschrauben zu drehen.

Positiv stimme ihn, dass sich die Mannschaft zahlreiche Torchancen spielerisch erarbeite und es so gelinge, die Gegnerinnen zu bespielen. „Dies müssen wir weiter forcieren, aber gleichzeitig die Effektivität verbessern“, sagt der TSG-Trainer. Ebenso zufrieden ist er mit dem Pressingverhalten in der bisherigen Spielzeit.

Chelsea mit Interesse an Mara Alber

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Am 3. Januar 2024 startet die Vorbereitung auf die restliche Saison. Vom 6. bis zum 13. Januar absolvieren die Hoffenheimerinnen ein Trainingslager in Spanien. Weiter geht es am 28. Januar bei Bayern München.

Ob sich im Kader weiter etwas tut, ist offen. Sicher ist, dass Mathilde Janzen fortan für Werder Bremen auflaufen wird. Die deutsche U19-Nationalspielerin kam bisher nur in der zweiten Mannschaft zum Zug. Zudem soll es Interesse von Chelsea London an Toptalent Mara Alber geben.

Lerch ließ sich dazu wenig entlocken, betonte aber, dass Mara Alber einen Vertrag über diese Saison hinaus habe. Die 18-Jährige trägt seit 2016 das Trikot der TSG. Im vergangenen Jahr holte sie mit der U17 den Europameistertitel und wurde bei der U17-Weltmeisterschaft als drittbeste Spielerin des Turniers ausgezeichnet. Wenige Wochen später erhielt sie die Fritz-Walter-Medaille in Silber. 

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