Marco Pasalic, A-Junior des KSC, im Trainingslager mit den Profis Einzelaktion, Freisteller. GES/ Fussball/ 3. Liga: Karlsruher SC - Trainingslager Waidring, Tirol, Oesterreich Saison 2018/19, 11.07.2018 --

Trainingslager in Tirol

KSC bleibt defensiv

Zweieinhalb Wochen vor dem Saisonstart bleibt Alois Schwartz zurückhaltend, soll er sich auf ein konkretes Saisonziel mit dem Karlsruher SC festlegen. Er wolle die Entwicklungen bis zum Ende der Vorbereitung abwarten, sagte er gegenüber dieser Zeitung am zweiten Tag im Trainingslager mit der Mannschaft des Fußball-Drittligisten in den Kitzbüheler Alpen. Auf eines legte sich Schwartz, der seinen Vertrag bei den Badenern vorzeitig bis 30. Juni 2020 verlängert hat, aber schon fest: „Es wird mit Sicherheit eine andere Saison als die letzte. Dass nochmal zwei Mannschaften so vorne weg marschieren wie der 1. FC Magdeburg und der SC Paderborn in der vergangenen, das glaube ich nicht.“.

Blicke zur Konkurrenz

Man müsse abwarten, so Schwartz in Waidring, wie die Konkurrenz vom 1. FC Kaiserslautern oder von Auftaktgegner Eintracht Braunschweig am Ende aufgestellt sein wird. „Die werden jetzt doch mehr Geld haben als sie am Anfang gedacht haben, nachdem man eine soziale Ader für neue Drittligisten entdeckt hat“, meinte Schwartz zur Lage, die Kritiker als eine Art Wettbewerbsverzerrung betrachten. Hintergrund ist die Solidaritätsaktion der 18 Zweitligisten für die beiden Absteiger aus der Zweiten Liga, die den Pfälzern wie den Niedersachsen jeweils 600000 Euro in die Kasse spült. Zudem bekommen beide jeweils den DFL-Rettungsschirm in Höhe von 500000 Euro, der für gefallene Zweitligisten mit Nachwuchsleistungszentrum in der ersten Saison nach dem Abstieg sowieso gespannt wird. „Dann muss man sehen, was 1860 München raushaut und was Uerdingen auf die Beine stellt“, sagt Schwartz. „Das muss dann per se nicht unbedingt gut sein. Aber letzten Endes haben sie mehr Spielgeld als wir.“ Der KSC hat für die für ihn am 27. Juli (19 Uhr) mit der Partie gegen Eintracht Braunschweig beginnenden Saison acht externe Zugänge verpflichtet. Dass der in Österreich hinzugestoßene Innenverteidiger Christoph Kobald (SC Wiener Neustadt) der letzte Neue war, ist ausgemachte Sache noch nicht.

Sandrock schweigt

„Fruchtbar zusammengearbeitet“ habe Schwartz mit dem Geschäftsführer Helmut Sandrock, der am Dienstag seine Kündigung beim KSC umgesetzt hatte. Seither ist Sandrock auf Tauchstation. Über die Gründe für seinen Schritt schweigt er sich aus. Der KSC-Verwaltungsrat bedauerte ihn. Der Ratsvorsitzende Michael Steidl bezeichnete den Weggang Sandrocks gegenüber den Badischen Neusten Nachrichten am Mittwoch als „großen Verlust“.